Unfallflucht

Kreispolizei Recklinghausen: 2020 um 12 Prozent auf 4633 gesunken

Dem Leser der Lokalzeitung fällt auf, das viele Autofahrer Unfallflucht (Fahrerflucht) begehen, wenn sie mit einem anderen Verkehrsteilnehmer einen Unfall verursacht haben oder eine Karambolage mit einem Fahrzeug auf Parkplätzen. 2019 waren es im Bereich der Kreispolizeibehörde Recklinghausen (Kreis Recklinghausen und Bottrop) 5283 Fahrer. Im Jahr 2020 sank die Zahl um 650 auf 4533 flüchtige Unfallverursacher (um 12 Prozent). Umgerechnet waren das jeden Tag 12 bis 13 Autofahrer, die mit ihrer Unfallflucht eine Straftat begingen. Auf den Parkplätzen, wo Unfallfluchten meistens geschehen, war, so die Polizei, wegen der Corona-Pandemie 2020 weniger Betrieb. Meist werden solche Straftaten durch Augenzeugen aufgeklärt. Die Aufklärungsquote lag im Jahr 2020 bei rund 41 Prozent. In Fällen, in denen Menschen zu Schaden kamen, betrug die Quote 61 Prozent.

Straftatbestand: Bei Unfallflucht Geldstrafe bis Gefängnis

Wer sich unerlaubt vom Unfallort entfernt, dem drohen Geldstrafen, Punkte in Flensburg und Fahrverbote. Die Rechtsfolgen hängen auch von der Höhe des Schadens ab. Nach § 142 des Strafgesetzbuches ist bei Fahrerflucht auch eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren möglich. Außerdem muss ein Unfallflüchtiger damit rechnen, von seiner Versicherung in Regress genommen zu werden.

Meldung aus der „Dorstener Zeitung“ vom 4. Mai 2021: Unfallflucht

Einen hohen Sachschaden von rund 50.000 Euro hat ein Dorstener am Samstagmorgen (1. Mai) verursacht. Der zunächst Unbekannte fuhr gegen 6 Uhr mit einem weißen Citroen Jumper auf der Hohefeldstraße in Richtung Borkener Straße. Hier kam er von der Straße ab und beschädigte zwei geparkte Fahrzeuge. Der Mann flüchtete zu Fuß von der Unfallstelle. Eine Zeugin konnte ihn beschreiben. Ermittlungen führten zu einem Tatverdächtigen 26-jährigen Dorstener in seiner Wohnung. Der Mann musste für eine Blutprobe mit zur Polizeiwache. Sein Führerschein und das Fahrzeug wurden sichergestellt.

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