Vehlken, Sebastian

Der Medientheoretiker erforscht die Philosophie der digitalen Medien

Geboren 1978 in Dorsten; Medientheoretiker. – Nach dem Abitur am Gymnasium der Marianhiller Missionare Maria Veen studierte er von 1998 bis 2004 Film- und Fernsehwissenschaften, Publizistik und Wirtschaftswissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum. 2001 setzte er seine Studien am „Department for Media Studies der Edith Cowan University“ in Perth (Australien) fort. 950-v-vehlken-sebastianNach Rückkehr zeichnete ihn die Körber-Stiftung mit dem 3. Preis des Deutschen Studienpreises aus. Nach dem Magister-Abschluss arbeitete Sebastian Vehlken zwei Jahre lang als Wissenschaftliche Hilfskraft für die „Junge Akademie“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und war von 2005 bis 2007 Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Graduiertenkolleg „Mediale Historiographien“ der Bauhaus-Universität Weimar. Dort arbeitete Sebastian Vehlken an dem Promotionprojekt „Schwärme Medienkulturen der Intransparenz“. Danach ging er bis 2010 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den „Lehrstuhl für Erkenntnistheorie und Philosophie der Digitalen Medien“ am Institut für Philosophie der Universität Wien. – Seitdem ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien (ICAM) der Leuphana-Universität Lüneburg. Seine Arbeits- und Interessenbereiche in bislang zahlreichen Vorträgen und Tagungen sind Theorie und Geschichte digitaler Medien, Medientheorie, Kybernetik, selbstorganisierende Systeme, Epistemologie der agentenbasierten Computersimulation, Medien in der Biologie, Ozeane als Wissensräume.

Publikationen: Gemeinsam mit Thomas Brandstetter und Claus Pias: „Think Tanks. Die Beratung der Gesellschaft“, Berlin/Zürich: Diaphanes 2010. – „Synchronschwimmen. Von Schlafmaschinen zu Swarm Intelligence“, in: Thomas Macho/Christian Kassung (Hg.): Kulturtechniken der Synchronisation. München: Fink, 2011). – Gemeinsam mit Jan Müggenburg: „Rechnende Tiere. Zootechnologien aus dem Ozean«, in: zfm – Zeitschrift für Medienwissenschaften 4 (2011). – „Tracking Fishes. Über das Medien-Werden von Schwärmen“, in: IWK-Mitteilungen, Themenheft Simulation Komplexer Systeme, Wien 2010. – „Überleben rechen. Biologically Inspires Computing zwischen Panik und Crowd Control“ in: Stefan Fischer/Erik Maehle/Rüdiger Reischuk (Hg.): Informatik 2009. – „Im Fokus das Leben. Gesellschaft für Informatik Lecture Notes. Proceedings“, Bonn (CD-Rom). „Swarming. Science Fact and Science Fiction of Collective Intelligence“, in: 2008 Conference Proceedings „Film & Science: Fictions, Documentaries, and Beyond“, Chicago 2009 (CD-Rom-Publikation).


Siehe auch:
Künstler, bildende

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