Nienhaus-Rekers, Christa

Textil-Designerin, Werbegrafikerin, Radiererin und Malerin

Geboren 1962 in Lembeck; Malerin. – „Farbe und Form spielen bis heute eine Hauptrolle in meinem Leben“, sagt die Rhaderin Christa Nienhaus-Rekers. Dieses Credo der Künstlerin bestätigt ein Blick in ihr Schaffen: Ausstellungen, Werke in Privatbesitz und öffentlichen Gebäuden, Wandschmuck und Altarbilder in Kirchen und Kapellen wie in Vinzenzheim und Gladbeck. So vielschichtig die Darstellung ihrer Kunst ist, so breit gefächert ist ihr künstlerische Ausbildung und Praxis, in der die Malerei höchste Priorität besitzt.

Eigenes Atelier in Rhade

Christa Nienhaus-RekersNach dem Besuch des Gymnasiums St. Ursula in Dorsten besuchte Christa Nienhaus-Rekers bis 1981 die Fachoberschule für Gestaltung in Recklinghausen, der sich ein Studium „Textildesign“ an der Fachhochschule Niederrhein in Krefeld sowie an der Hochschule für Gestaltung in Bielefeld mit dem Abschluss als Diplom-Designerin anschloss. Mit Textilien hatte denn auch ihr Einstieg in die Berufswelt zu tun. Von 1987 bis 1989 arbeitete sie als Designerin in der Bekleidungsbranche, war verantwortlich für die Entwicklung und Erstellung eigener Kollektionen sowie das Layout und die Illustration von Präsentationen. Nach der Geburt ihrer beiden Töchter stieg Christa Nienhaus-Rekers aus meinem Job als Designerin in der Modebranche aus und wurde von da an in ihrem eigenen Atelier in Rhade aktiv. Mit Maßanfertigungen vom Kommunionkleid bis zum Brautkleid blieb sie zunächst ihrem Metier treu, brach aber immer öfter und bei jeder Gelegenheit aus zu ihrer großen alten Liebe: Der Malerei. Drei Jahre lang war sie als Grafikdesignerin für die Werbebranche tätig und ist seit 1994 freischaffend tätig. Die Palette ihres kreativen Schaffens ist breit gefächert: Textildesign und Malerei, Öl- und Acrylgemälde, Radierungen, Pastelle, Aquarelle und Mischtechniken sowie Auftragsarbeiten. Ab 2004 leitet sie die Malgruppe „Kunst für Menschen mit geistiger Behinderung“ der Lebenshilfe Borken.

Tiefsinnig dargestellt

"Der trauruge König"

“Der traurige König”

Zu einem solch weitgefassten künstlerischen Schaffen gehören Ideen, über die Christa Nienhaus-Rekers unerschöpflich zu verfügen scheint: Die Westdeutsche Zeitung in Gladbeck zitiert sie 2009: „Inspirationen finde ich überall und an den unterschiedlichsten Orten. Ob bei einer Fahrradtour durchs Münsterland oder beim Kraxeln in den Alpen. Ob in einem Wiener Kaffeehaus oder in der Berliner U-Bahn – im Grunde muss man nur die Augen offen halten.“ Die Bilder Christa Nienhaus-Rekers können nicht eindeutig einem Stil zugeordnet werden, so sehr hantiert, mitunter spielt sie mit Farben und Formen. Beide Elemente haben ja, wie eingangs erwähnt, die Hauptrolle in ihren Leben übernommen. Mit beidem geht sie vorzüglich um. Der Betrachter kann an ihren Bildern nicht so schnell vorübergehen; er muss sich in sie hineindenken. Nicht in alle versteht sich, aber in viele. Darunter durchaus realistische Motive, aber auch Szenen mit surrealistisch anmutenden Qualitäten und phantastisch-mythologische Motiven, der jüdisch-christlichen Religion entnommen und mit bewusst-unterbewusster Tiefsinnigkeit dargestellt wie beispielsweise „Der traurige König“ (siehe Foto).


Siehe auch:
Künstler, bildende

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