Schulentwicklungsplan

Schullandschaft hat sich rasant verändert – daher neuer Entwicklungsplan

Mehr als zehn Jahre hat die Bonner Biregio für Dorsten einen Schulentwicklungsplan aufgestellt und fortgeschrieben. Die Arbeit der externen Berater hatte nicht jeden Schulpolitiker in Dorsten glücklich gemacht. Grüne kritisierten den Plan mehrfach als „politisch tendenziös“ und nicht aktuell. Die 2017 vom Rat verabschiedete Vorhersage mit Ausblick bis 2024 war jedenfalls nicht mehr zu gebrauchen. Das befand der Schulausschuss im Dezember 2020 und gab seine Zustimmung zu einer Neuauflage. Das neue Exemplar soll bis 2027 Tendenzen an Dorstener Schulen aufzeigen und belastbares Zahlenmaterial liefern. Das Vertrauen in den langjährigen Gutachter bestand nicht mehr. Daher hat die Stadt im Dezember 2020 ein neues Vergabeverfahren eingeleitet. 40.000 Euro soll für das neue Zahlenwerk ausgeben werden. Nach dem Schulgesetz ist es eine Pflichtaufgabe, dass Gemeinden eine Schulentwicklungsplanung anstoßen. In Dorsten ist dies notwendiger denn je. Denn die Dorstener Schullandschaft hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert. Hauptschulen und städtische Realschule laufen 2022/2023 aus. Dafür gibt es die Neue Schule Dorsten, die Kinder bis Jahrgang 10 beschult. Zudem zählt der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz dazu, die beschleunigte Digitalisierung der Schulen durch die Corona-Pandemie ebenfalls.

Auch bei den Grundschulen gab es Veränderungen

Neben dem Sekundarschulbereich hat es erhebliche Veränderungen auch im Bereich der Primarschulen gegeben. Die Wichernschule als Teilstandort der Augustaschule wurde trotz erheblicher Proteste geschlossen, die Agatha-Schule zog vom Voßkamp an den Nonnenkamp in das Gebäude der ehemaligen Geschwister-Scholl-Hauptschule um. Bei den Förderschulen wurde die Astrid-Lindgren-Schule an der Marler Straße aufgegeben. Kinder dieser Schule besuchen nun auch die von-Ketteler-Schule an der Bismarckstraße. Sie vereint unter ihrem Dach jetzt viele Kinder mit besonderem Förderbedarf in Dorsten. Aber nicht nur der Ist-Zustand muss neu notiert werden, auch künftige Herausforderungen soll die Schulentwicklungsplanung berücksichtigen.


Quelle: Nach Claudia Engel in DZ vom 18. Dez. 2020

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