Schürmann, Familie

Ursprung war der gleichnamigen Bauernhof in der Buchenhöfe in Wulfen

Großelterngeneration mit Heinrich und Josephine Schürmann um 1930; Foto: privat

Großelterngeneration mit Heinrich und Josephine Schürmann um 1930; Foto: privat

Der Schürmann-Clan ist eine der großen Familien, die in vielen anderen Wulfener Familien ihre Spuren hinterlassen haben. Im August fand wieder ein Familientreffen auf dem Hof Schürmann an der Dülmener Straße statt, an dem fast 100 Verwandte zusammenkamen. Auf dem verträumten Hof mit der alten Fachwerkscheune an der Straße, wo die schiefen Balken aus dem Mauerwerk brechen, leben die drei unverheirateten Brüder Heinrich, Hermann-Josef und Bernhard Schürmann. Bis 1962 wurde Landwirtschaft betrieben und die im Jahr 2000 sind Ställe und Ländereien verpachtet, da sich die Milchwirtschaft nicht mehr lohnte. Der Hof ist Ursprung der Großfamilie. Zu ihm gehörte auch eine Gaststätte, die um 1900 zu einem Hotel umgebaut wurde. Heinrich (1869-1958) und seine Frau Josephine Brosthaus (1889-1938) heirateten 1912 und bewirtschafteten den Hof und das Hotel. Das Ehepaar hatten elf Kinder, diese wiederum 36 Söhne und Töchter, von denen einige alle zwei Jahre die Familientreffen organisierten. Die Schürmanns sind eine bodenständige Sippe. Die meisten wohnen in der Herrlichkeit Lebeck, die anderen aber noch in Nordrhein-Westfalen.

Stammvater der Schürmanns wurde alt, die Mutter starb jung

Stammvater Heinrich Schürmann wurde 89 Jahre alt und lebte im Mutterhaus bis 1958. Seine Frau Josephine gebar 11 Kinder und starb schon 1938 mit 46 Jahren. Drei dieser Kinder waren Mädchen und heirateten in die ebenfalls bekannten Wulfener Familien Gohmann, Hinsken und Humbert ein. 14 Sprösslinge sind daraus hervorgegangen. So kann Max Schürmann heute zusammen mit den Nachkommen der acht Brüder stolze 36 Cousins und Cousinen vorweisen. Davon leben noch 19 in Wulfen. Die anderen sind wegen ihrer Partner oder aus beruflichen Gründen weggezogen. Von Landwirtschaft lebt heute keiner mehr. Nur Elisabeth Wiebringhaus, geb. Schürmann, betreibt noch Pferdezucht auf einem Reiterhof in Marl-Frentrup als Nebenjob. Als die Neue Stadt Wulfen geplant und gebaut wurde, sind in diesen Räumen wichtige Verträge abgeschlossen worden. Die Entwicklungsgesellschaft hatte anfangs ein Büro im Haus. „Erst wurde gebechert, dann unterschrieben“, scherzte Max Schürmann.

Schürmann-2321968_m1t1w624q75v29854_auto1

Diese „Dixi“-Karosse hatte im Sommer 1930 wohl mehr mit Pferdefuhrwerken zu kämpfen als mit pferdestärkeren Automobilen. Der kleine Rolf Schürmann, späterer Lokalpolitiker in Wulfen (r.), aber auch sämtliche Altersgenossen waren selbstverständlich begeisterte Beifahrer, wenn sein Vater als Tierarzt durch die Bauerschaften der Herrlichkeit Lembeck fuhr. Seine Mutter (l.) war vor über 80 Jahren mit ihrem Führerschein aus dem Jahr 1929 als „Frau am Steuer“ sicherlich in Wulfen eine Rarität.


Quelle:
Nach Sabine Bornemann. „Eine große Sippe kommt zusammen“ in DZ vom 31. August 2016

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Dieser Beitrag wurde am veröffentlicht.
Abgelegt unter: , Familien