Hornfischer, Familie

Sie schwitzen für Jesus in der bitteren Alaska-Kälte

Martin Hornfischer und seine Frau Silke sowie Sohn Finn haben es sich in Alaska eingerichtet. Nicht etwa, um Gold zu suchen, sondern um unter den eingeborenen Indianern das Wort Gottes zu verkünden. Sie sind mit missionarischem Bewusstsein ausgestattet und haben beide eine Welt von Winnetou und Gottvertrauen im Gepäck. Die Dorstenerin Silke Hornfischer, Jahrgang 1976, machte am St. Ursula-Gymnasium in Dorsten das Abitur und lernte ihren Mann im Theologischen Seminar Adelshofen kennen.

Die vier Hornfischers vor imposante Kulisse

Die vier Hornfischers vor imposanter Kulisse

Im Anschluss an diese Ausbildung arbeiteten Martin und Silke Hornfischer im Oderbruch in der offenen Jugendarbeit des CVJM Seelow. 2005 kam dort Sohn Finn zur Welt. Nach einem Vorbereitungsjahr in den USA ging es dann 2010 für die junge Familie über die Deutsche Missionsgesellschaft (DMG) nach Alaska. Dort leben und arbeiten sie nun unter Indianern. Unter ihnen ist die Selbstmordrate auch unter Jugendlichen hoch: Alkohol, Dunkelheit, Arbeitslosigkeit und Kindsmissbrauch tragen das ihre dazu bei. Viele Menschen sind verunsichert: gelten die alten Traditionen oder das moderne Amerika? Sie haben Zweifel und Fragen. Hornfischers möchten sie in dieser Situation mit Jesus bekannt machen. Das kann nur funktionieren, schreibt die Missionsgesellschaft, wenn die Hornfischers den Alltag mit den Indianern teilen. Sie leben in dem 600-Einwohner-Indianerdorf Galena am Yukon „mit Internet-Anschluss“, wo Angehörige mehrerer Volksgruppen zusammenleben: die Athabasken, Inuits und die Yupiks. Der Sommer dort ist sehr heiß mit vielen Mücken, im Winter ist es sehr kalt. Ihr Essen müssen sie selbst erlegen, dazu gehört einmal im Jahr einen Elch.
Die Hornfischers haben eine Lösung gefunden, mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen: in der Sauna, die zum festen Bestandteil der dortigen Kultur gehört. In der getrennten Sauna finden dann die wichtigen Gespräche statt wie Heiratsarrangements, Jagdbeteiligungen und für Martin Hornfischer auch die Übermittlung christlicher Worte und Werte. Daher bauten sich die Hornfischers eine eigene Sauna am Haus, wo sie dann in der Badehose für Jesus schwitzen und ohne ständiges Handyläuten ungestört reden können.

Bei den Ureinwohnern Alaskas herrscht eine Erzählkultur, die gut zur Bibel passt. Martin Hornfischer erzählt dann die biblischen Geschichten, in der Pause gehen die Sauna-Gäste raus, um sich bei 40 Grad Kälte mit Schnee abzureiben, im zweiten Saunagang wird die Geschichte weitererzählt. Kirchen und Kapellen sind woanders der Ort der Missionierung, bei Hornfischers in Alaska ist es die Sauna.

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