Hohe Brücke

Feldmärker Schützen erneuerten die Brücke an der Gelsenkirchener Straße

Hohe Brücke; Foto: Holstina

Hohe Brücke; Foto: Holstina

Anfang April dieses Jahres wurde die „Hohe Brücke“ oder auch „Johannesbrücke“ (benannt nach dem alten Feldmärker Schlossermeister Johann Breuer) gesperrt – zum Ärgernis vieler Fußgänger und Radfahrer, die tagtäglich die Bahngleise gefahrlos überqueren konnten. Diese Verbindung zwischen der Gelsenkirchener Straße in der Feldmark I und der Feldhausener Straße in der Feldmark II war bis dahin die kürzeste und auch sicherste Möglichkeit, um die andere Seite der Feldmark zu erreichen. Da die „Hohe Brücke“ für die Feldmärker Schützen ein Wahrzeichen „von hoher symbolischer Aussagekraft“ und somit Bestandteil des Schützenwappens ist, wollten die Feldmärker Schützen die marode Brücke, welcher der Abriss drohte, unbedingt erhalten. Doch dem maroden Bauwerk drohte der Abriss. Der Schützenverein nutzte alle Verbindungen und eigene Arbeitskraft und konnte so im Oktober 2013 die letzten Renovierungsarbeiten an dem Bauwerk vollenden, so dass die Brücke danach wieder der Bevölkerung zur Überquerung der Eisenbahngleise zur Verfügung stand. Eine gute und nicht selbstverständliche Leistung, die der Schützenverein Feldmark zum Wohle der Bevölkerung erbracht hat.

In den letzten Kriegstagen gesprengt

Die Geschichte der „Hohen Brücke“ geht bis auf eine unbekannte Zeit vor den Zweiten Weltkrieg zurück. Damals hatte sie eine Fahrbahnbreite von neun Metern mit zwei Gehsteigen von je 1,70 Metern. Die Brücke wurde am 27. März 1945 durch ein Sprengkommando zerstört. Nach dem Krieg gab es für Fußgänger vier wilde Übergänge über die Bahngleise. Erst durch den Einsatz von Johann Breuer vom Feldmärker Schützenverein wurde die neue Brücke gebaut und im Februar 1956 für die Benutzung freigegeben. Daher heißt die Brücke im Volksmund auch „Johannes-Brücke“. Bis April 1994 war die Brücke im Besitz der Deutschen Bahn, die sie dann der Stadt zum Geschenk machte. Es war ein teures Vermächtnis, denn nun war die Stadt Dorsten für den Unterhalt und die Sanierung zuständig. Im März 2016 pflanzten die Feldmärker Schützen an der Brücke mit Unterstützung der Stadt zehn Linden. Dazu der Vereinsvorsitzender Dieter Dreckmann: „Wir haben uns für zehn Jahre verpflichtet, uns um die Hohe Brücke zu kümmern.“


Siehe auch:
Brücken

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