Heeger, Ralph

Pressefotograf, Glaskünstler und Kunstschaffender abstrakter Malerei

Geboren 1949 in Solingen; Fotojournalist. – Im Ruhestand, er auch bei ihm mehr Unruhestand ist,  fand Ralph mit Spachtel, Pinsel, Acrylfarben und Leinwand zur Malerei. Den künstlerischen Blick hatte er schon bei seinem Beruf als Pressefotograf gehabt und ihn in den 1980er-Jahren als Glaskünstler beim Herstellen von Tiffany-Lampen und Spiegeln geschärft, um ihn schließlich in der Malerei zu vervollkommnen. Das ist ihm gelingen, wie Besucher seiner Ausstellungen dies nachvollziehen können. Im April stellte er 20 seiner teils großformatigen Werke in der Volksbank Dorsten aus. Sie zeigen ihn als Künstler, auch wenn er diese Titulierung nicht mag, wie ihn Michael Klein in der „Dorstener Zeitung“ zitiert: „Das ist zu hochgestochen. Ich bezeichne mich lieber als Kunstschaffenden.“ Durch Zufall hatte Ralph Heeger erfahren, dass der Schauspieler Horst Janson die Schirmherrschaft für die „Tunnelblick“-Stiftung von Mikel Marz übernommen hatte. Mikel März lebt in Solingen, wo Heeger geboren wurde und zur Schule gegangen war. Er nahm Kontakt zu dem Schauspieler auf und spendete der Stiftung „Tunnelblick“ zwei seiner rund 40 bislang erstandenen Werke.

Seit 1990 als Journalist und Pressefotograf in Dorsten

Er wurde 1949 in Solingen als Sohn eines Schleifers geboren und verbrachte seine Kindheit und Schulzeit im Solinger Süden, wo er schon früh seine Liebe zur Natur entdeckte. Seiner ersten Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann ab 1965 folgte eine weitere zum Bürokaufmann. 1974 verließ Ralph Heeger der Liebe wegen die Klingenstadt und zog nach Wuppertal. Vier Jahre später kam er in Dorsten an, wo er die folgenden 30 Jahre verbrachte. Durch einen Zufall verschlug es ihn zur „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ), wo er zunächst schrieb und später ausschließlich als Fotograf tätig war. „Von Angela Merkel über Norbert Blüm, Gerhard Schröter, Joe Cocker und Manuel Neuer habe ich alle vor der Linse gehabt“, berichtete er 2015 der „Rheinischen Post“ in Solingen. Nachdem Ruhestand zog er in den Unruhestand 2013 nach Raesfeld. Ein Leben ohne Aufgabe hätte er sich jedoch auch als Rentner nicht vorstellen können. „Ich wollte schreiben oder mich der Farbe widmen – die Farbe gewann.“, zitiert das Solinger Tageblatt den sechsfachen Vater und Großvater von sechs Enkeln.  Seine Werke beschreibt Heeger selbst als „das Spachteln mit Acryl-Farben auf Großformatwänden“. Seine Arbeitsweise erklärt er so: „Ich arbeite aus dem Moment heraus, ohne vorherige Planung, Abstrakt.“


Quellen: „Solinger Tageblatt“ vom 6. Februar 2015. – Pia Bergmeister in „Rheinische Post“ Solingen vom 31. März 2015. – Petra Bosse in „Heimat-Report“ Raesfeld-Erle vom 25. Mai  2015. – Michael Klein in „Dorstener Zeitung“ vom 30. März 2017. – Obiges Foto: Petra Bosse.

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