toom-Markt (früher Globus)

Das Rewe-Unternehmen kündigte den Mietvertrag zum 31. Dezember 2021

toom-Verbrauchermarkt (früher Globus)

Am Platz der Deutschen Einheit: Supermarkt toom (früher Globus); Foto: Wolf Stegemann

Eins der jüngsten Bauprojekte entstand im Jahre 2000 am Recklinghäuser Tor mit dem Globus-SB Warenhaus, dem eine langjährige kontroverse Diskussion im Rat vorausgegangen war. Im Frühjahr 2001 konnte das Warenhaus mit großer Lebensmittelabteilung eröffnet werden. Umbaut wurden 75.000 cbm mit insgesamt 13.500 cbm Beton und 2.000 t Baustahl. In den beiden Ebenen der Tiefgarage haben auf 6.000 qm Fläche 220 Fahrzeuge Platz sowie Nebenräume für die Haustechnik. 5.000 qm Verkaufsfläche sind in den beiden oberen Geschossen errichtet, einschließlich Büro und Lagerflächen. Darüber sind in einer Dachanlage zwölf Mietwohnungen mit insgesamt 1.250 qm. Nach Übernahme des Warenhauses durch REWE firmiert es unter toom-markt. Fast zeitgleich wurde in Wulfen ebenfalls ein Globus-SB Warenhaus mit 4.000 qm Verkaufsfläche eröffnet, das 2007 wieder geschlossen wurde. Die aktuell 55 toom-SB-Warenhäuser haben sich in 42 Jahren zu einer erfolgreichen Vertriebslinie der Rewe-Group entwickelt. Mit einem Umsatzvolumen von mehr als einer Milliarde Euro seien sie trotz zunehmend schlechterer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für Großflächenmärkte ein unverzichtbarer Bestandteil des Rewe-Vertriebsportfolios, so die toom-Pressestelle.

„toom“-Haus verkauft – Neuer Eigentümer will investieren

Das Gebäude des Nahversorgungszentrum am Platz der Deutschen Einheit in Dorsten wurde von der Stewing GMBH IPE Dorsten (Immobilien-Projekte-Entwicklung) im Februar 2020 verkauft. Käufer war der 2017 in Luxemburg gegründete Mercureim-Fonds. Die Kaufsumme wurde nicht bekanntgegeben. Das erst 20 Jahre alte Gebäude galt als zukunftsweisend. Ziel des neuen Eigentümers watr es, das Objekt umfassend zu modernisieren und in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit dem Mieter Rewe als ein attraktives und zentrales Nahversorgungszentrum auszubauen und die „Symbiose aus Lebensmittelversorger, Non-Food und Lifestyle, wie beispielsweise Fitness, Gesundheit und komplementäre Gastronomie etablieren“, erläuterte ein Manager der „Dorstener Zeitung“. Damit hatte der Fonds nach eigenen Angaben die letzte von insgesamt 20 innerhalb der letzten beiden Jahre erworbenen Liegenschaften in mittelgroßen Städten übernommen.  Doch aus den Umbau-Plänen des Dorstener Toom-Gebäudes wurde nichts.

Mercureim-Fonds kündigte Mitvertrag für das toom-Gebäude

Das Rewe-Unternehmen kündigte Anfang September 2020 den Mietvertrag mit dem Mercureim-Fonds zum 31. Dezember 2021. Die Mitarbeiter des Rewe-Vollsortimenters wurden bereits informiert. Der Unternehmenssprecher begründete dies gegenüber der „Dorstener Zeitung“: „Die Verkaufsfläche passt nicht mehr zur Nachfrage. Wir werden nicht mehr ausreichend wahrgenommen.“ Spekulationen, dass sich die Rewe-Gruppe mit ihrer Verbrauchermarktkette „Toom“ aus der Innenstadt zurückziehen könnte, gabt es schon seit Jahren. Doch das Unternehmen dementierte bis zur Kündigung im September 2020 solche Gerüchte (Stand Oktober 2020).

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