ExtraSchicht

Kultur-Inszenierungen in ehemaligen und aktullen Industrie-Anlagen

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Zeche Fürst Leopold illuminiert; Foto entnommen Bergbauverein

Die ExtraSchicht ist ein eintägiges Kulturfest in den Kern-Städten des Ruhrgebiets, sie ist auch als „Nacht der Industriekultur“ bekannt. Sie setzt einmal pro Jahr in einer Nacht im Juni oder Juli ehemalige Industrieanlagen, aktuelle Produktionsstätten, Zechen und Halden als Spielorte der Industriekultur in Szene und verdeutlicht somit den Wandel des Ruhrgebiets von der Schwerindustrie zu einer modernen Wirtschafts- und Kulturregion. Fantasievolle Inszenierungen internationaler Künstler lassen die Spielorte der Industriekultur zur ExtraSchicht in einem neuen Blickwinkel erscheinen. Gleichzeitig lädt die Nacht der Industriekultur mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre das Image des Ruhrgebiets positiv auf.

2012: Kaue auf Fürst Leopold, Foto: JF

Geboten werden Konzerte, Performances und Ausstellungen (nächtliche Sonderöffnungen) sowie Führungen durch Museen und Industriedenkmäler. An dem 2001 erstmals veranstalteten Event beteiligten sich 2005 bereits 19 Ruhrgebietsstädte. An 37 Spielorten waren mehr als 120 Programmpunkte zu erleben. Die ExtraSchicht wurde in den vergangenen Jahren durchschnittlich von 100.000 bis 150.000 Zuschauern besucht und galt damit als wichtiger Beitrag für die Bewerbung des Reviers zur Kulturhauptstadt Europas 2010, an dem sich auch Dorsten beteiligte.

Dorsten 2017: CreativQuartier auf dem früheren Zechengelände

Dorsten ist unregelmäßiger Spielort der Extraschicht. Fünf Jahre nach der letzten „ExtraSchicht“ in Dorsten, war die Stadt im Juni 2017 wieder Austragsort der „Nacht der Industriekultur“., die im Ruhrgebiet in 21 Städten mit insgesamt 40 Spielorten unter dem Motto „Erleben – nicht nur gucken“ stattfand. In Dorsten auf dem Gelände CreativQuartier der ehemaligen Zeche Fürst Leopold. Austragsorte waren das Jugendhaus „Leo“ mit Kunstausstellungen von Marlon Schwerthöffer „Augenblicke“ sowie Schwarzweiß-Fotografien von Ralph Pieper, die „Kaue“ mit Präsentation der dort tätigen Künstler, die „Lampenstube“ mit einer Ausstellung des Künstlers Klaus Risse, die „Lohnhalle“ mit einem Doppelkonzert der Oldieband „Greyhounds“ und der Gruppe „Zip Code 45“ aus Recklinghausen, das „Vinyl-Café“ mit den Dorstener Musikern Chris und Werner alias „Sloe Gin“ (Rock und Pop), die „Traumfänger-Galerie“ mit der Krefelder Hard-Rock-Band „The Dafa“. Zudem fanden noch mehrere andere Veranstaltungen als Beiprogramm statt.
Im Kreis Recklinghausen sind es neben Dorsten noch sieben Spielorte wie das Parkbad-Süd in Castrop-Rauxel, Schlägl&Eisen in Herten und der Marler Chemiepark. Im Umspannwerk Recklinghausen können Besucher unter anderem selber mit Strom experimentieren und es gibt ein extra Kinderprogramm. Im Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop sind Licht- und Musikshows, Kanaltouren und eine Whiskey-Verkostung geplant.


Siehe auch:
CreativQuartier Fürst Leopold


Quelle: Nach Wikipedia, Online-Enzyklopädie.

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