Day of Song

1.500 sangesfreudige Dorstener auf dem Zechengelände Fürst Leopold

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Dreimal hat das Revier beim „Day of Song“ gemeinsam gesungen: Das erste Mal im Kulturhauptstadtjahr 2010, zuletzt 2014, als 200.000 Teilnehmer und Besucher in 63 Städten, darunter Dorsten, auf Bühnen und Plätzen, in Kindergärten, Altenheimen und U-Bahnen das „Steigerlied“ anstimmten, das türkische „Üsküdara“ und „Griechischer Wein“. Für 2015  verkündete der Tourismusverband im Namen des Regionalverbandes Ruhr, des NRW-Kulturministeriums und der Kultur Ruhr GmbH das Aus und begründete dies mit der „mangelnden touristischen Strahlkraft“. Die Zahl der organisierten Teilnehmer sei zuletzt von 50.000 auf 32.000 zurückgegangen. Chöre außerhalb von NRW seien kaum dabei gewesen. Trotz flächendeckender Kritik blieb es beim Aus. Die dafür vorgesehenen Landesmittel in  Höhe von 700.000 Euro werden für andere Events eingesetzt

In Dorsten kamen zuletzt 2014 rund 1.500 Sänger und Sängerinnen zusammen, die das Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold in Hervest-Dorsten in ein riesiges Konzert-Areal verwandelten. Jeder, der wollte, konnte hingehen und mitsingen. Die beiden vorangegangenen Veranstaltungen „Day of Song“ waren weniger gut besucht.
Sabine Podlaha von Kulturamt organisierte, Bürgermeister Tobias Stockhoff („Dorsten macht mich unglaublich stolz“) moderierte und der Leiter der städtischen Musikschule, Eugen Kayser, dirigiert von einem Hubsteiger herunter den stimmgewaltigen Chor, zusammengesetzt aus den Gesangsvereinen, Kirchen- und Schulchören sowie einzelnen singfreudigen Bürgern. Danach sang die Dorstenerin Sophie Schwerthöffer Solopartien und ein Jugendprojekt, bestehend aus einer Band mit Rapper und Chören, sowie die Tanzgruppe „Amianto“ aus Schermbeck überraschte die Besucher. Weiterhin gab es verschiedene Konzerte und Chöre in der „Traumfänger“-Galerie, der Maschinenhalle und im Lokal Mezzomar auf dem ehemaligen Zechengelände. – Rund 200 sangesfreudige Wulfener sangen unter ihrem Wappenbaum in Altwulfen.

Der nächste „Day of Song“ zusammen mit „Extra-Schicht“ erst wieder 2018

Die ruhrgebietsweite Singveranstaltung wird 2018 eine Neuauflage in abgespeckter Form bekommen. Das hat Ende 2016 der Sport- und Kulturausschuss des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Essen beschlossen. Das neue Konzept sieht vor, dass der „Day of Song“ am selben Tag wie die Nacht der Industriekultur „Extra-Schicht“ stattfindet. Durch die Zusammenlegung sollen Kosten eingespart werden. Ebenso wird 2018 der 2016 erstmal veranstaltete „Tag der Trinkhallen“ eine Neuausrichtung erhalten. Beide Veranstaltungen werden vom RVR mit 700.000 Euro finanziert. Der „Day of Song“ wird in neuer Form etwa 350.000 Euro kosten. Waren es 2014 noch 50 Sing-Standorte im Ruhrgebiet, so sollen sie 2018 auf maximal zehn reduziert werden. Ob dann noch Dorsten dabei sein wird, ist fraglich.

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