Esser, Heinz

Liberales Urgestein der Dorstener Kommunalpolitk und der FDP

Geboren 1923 in Dorsten; DeKoWe-Betriebsleiter, FDP-Kommunalpolitiker. – Er gehörte zu den Mitbegründern der Dorstener FDP und gehört somit zum „Liberalen Urgestein der Dorstener Politik“. 20 Jahre lang saß er für die FDP im Stadtrat und war ihr Fraktionsvorsitzender. Damals konnte noch Politik gemacht werden und nicht nur Schulden verwaltet, wie es der heutige Stadtrat macht. Heinz EsserIn Hans Essers Ratszeit fielen viele wichtigen Entscheidungen, die „das Bild der Stadt geprägt Haben“ (WAZ): Neubau Gymnasium Petrinum, Lippetor, Bildungszentrum Maria Lindenhof und das Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße. Damals gab es im Rathaus noch die Ratsstuben, in den die Politiker nach den Ratssitzungen interfraktionell beim Bier zusammen gesessen waren. 1984 schied Heinz Esser aus dem Rat aus, denn die FDP verpasste bei den Kommunalwahlen den Wiedereinzug in den Rat. Bei seiner Verabschiedung aus der aktiven Politik bekam er den Ehrenring der Stadt überreicht. 1988 trat er nach 48 Jahren Betriebszugehörigkeit bei der Kokosweberei Schürholz (DeKoWe) als Betriebsleiter, der Heinz Esser 30 Jahre lang war, in den Ruhrstand. Da hatte er dann Zeit, sich einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Er studierte im Rahmen „Studium im Alter“ an der Wilhelms-Universität in Münster Geschichte und hielt dies 30 Semester lang durch. Trotz seines hohes Alters ist der Witwer Heinz Esser „ein politischer Mensch geblieben, verfolgt das Geschehen in der Welt und in Dorsten und  liest immer noch Bücher, nur politische müssen es sein“.


Quelle:
Nach Ute Hildebrand-Schute „Heinz Esser wird 90 Jahre alt“ in der WAZ vom 22. Februar 2013.

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