Ellerbruch-Projekt

Erfolgsgeschichte durch konsequente Aufwertung der Wohnsiedlung

Die Ellerbruchsiedlung; Foto: Hans Blossey

Die Ellerbruchsiedlung; Foto: Hans Blossey

Östlich der Zechensiedlung rund um den Brunnenplatz schließen sich überwiegend Reihenhäuser und vereinzelt Geschosswohnungsbau aus der Zeit von 1950 bis 1980 an. In diesem Bereich findet sich auch die in sich geschlossene Ellerbruch-Siedlung mit hochverdichtetem Geschosswohnungsbau, den zum Teil in den 1950er-Jahren der Baulöwen Josef Kun errichtet wurde. Zum östlichen Randbereich geht die Wohnbebauung von Hervest-Dorsten zu gut durchgrünten Ein- und Zweifamilienhäusern des ländlich geprägten alten Kerns von Dorf Hervest über.

Mit großer Bürgerbeteiligung

Die im Rahmen der „Sozialen Stadt“ durchgeführte Aufwertung der Ellerbruch-Siedlung in Hervest-Dorsten ist eine „sehr große Erfolgsgeschichte“, wie die Dorstener WAZ am 26. Oktober 2013 Tanja Tenhofen vom Planungsamt zitierte. Stadtbaurat Holger Lohse lobte das Projekt mit „ziemlich einzigartig“. Etwa 200 Eigentümer, die 368 der insgesamt 428 Wohnungen im Quartier repräsentieren, haben eine Siedlungsvereinbarung unterzeichnet. Darin verpflichten sie sich nicht nur zur Unterstützung der Bemühungen um die Sanierung, sondern zahlen auch 2,50 Euro pro Wohneinheit für die Gestaltung des früher etwas desolaten Umfelds. Somit kamen und kommen jährlich rund 11.000 Euro zusammen. Zur Aufwertung des Wohnumfelds gehören auch Nachbarschaftsfeste und Spielplätze. So ist die Errichtung des „Ellerbruch-Treffs“ ein erreichtes Ziel der Siedlungsvereinbarung. Eine ehemalige Gaststätte an der Ellerbruchstraße 79 wurde zu diesem Zweck mit Unterstützung der Dorstener Arbeit als Café hergerichtet, als Träger dieses Teilprojekts, das Ende Juli 2013 eröffnet wurde, ist die Freie Christengemeinde vom Hervester Holzplatz.

Fassadensanierung schwierig

Problematisch gestaltete und gestaltet sich die Sanierung der Wohnimmobilien am Ellerbruch. Trotz Fördermitteln, die im Hof- und Fassadenprogramm zur Verfügung stehen, bleibt die Resonanz bisher überschaubar. Etliche Eigentümer können den Eigenanteil nicht aufbringen. Zudem ist noch Motivationsarbeit nötig, erläuterte Tanja Tenhofen der WAZ.

Ellerbruch-Projekt wurde ausgezeichnet

Im Juli 2014 wurde das Dorstener Ellerbruch-Projekt auch in Berlin gewürdigt. Von 196 bundesweit eingereichten Projekten zum Thema „Soziale Stadt 2014“ wurden die besten 20 ausgezeichnet, darunter die Ellerbruch-Siedlung in Hervest-Dorsten. Den Preis stiften der Deutsche Städtetag, der Deutsche Mieterbund, der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilenunternehmer, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Unterstützt wird der Preis vom Bu7nbdesmninisterium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone