Brückenschlag

Veranstaltungen Dorstener Organisationen zum Thema Toleranz

Anti-Rassismus-Bus der Vestischen, bemalt von Schülern/Schülerinnen des Gymnasiums St. Ursula

Unter Brückenschlag kann man viel verstehen und der Name wird auch für vieles benutzt. Nicht nur für den Bau einer Brücke. Beispielsweise heißt ein Kartenspiel-Verein so, eine Zeitschrift, ein Pfarrbrief der Erzdiözese Köln, eine städtische Einrichtung in Oberhauen, eine Verkaufsorganisation von amazon. Vermehrt nennt sich auch eine Bewegung so, die sich in Städten bildet und sich für mehr Toleranz, Offenheit und Pluralität einsetzt. Seit 2018 gibt ein eine Veranstaltungsreihe namens „Brückenschlag“. Träger sind der Franziskanerkonvent Dorsten, das Jüdischen Museum Westfalen, die katholischen Pfarrei St. Agatha, der Lionsclub Dorsten-Hanse, der Tandem NRW Demokratie Support, die Vestischen Straßenbahnen GmbH, die städtische Projekt- und Auskunftsstelle „stadtinfo Dorsten“ sowie die städtische Einrichtung „Wir machen MITte“. Der gemeinsamen Projektgruppe, vertreten durch Dorstens ehemaligen VHS-Leiter Franz-Josef Stevens (Lions-Club Dorsten-Hanse) gehören noch an: Antje Thul (Jüdisches Museum Westfalen), Matthias Feller (Sparkasse Vest), Pfarrer Ulrich Franke (Dekanat Dorsten) und Dr. Norbert Reichling (Jüdisches Museum Westfalen). Auf der Website „Brückenschlag Gemeinsam in Dorsten“ steht das gemeinsame Tun: „Unser Programm wendet sich an alle, die bereit sind zu differenzieren und für Zwischentöne offen sind. Dabei geht es nicht um Schönfärberei und Bagatellisierung bestehender Probleme, sondern um angemessene Präzision in Beschreibung und Analyse.“ Und weiter heißt es: „Wir leben in einer Gesellschaft religiöser Vielfalt. Von vielen Menschen wird das als Bereicherung und Zugewinn an Freiheit gesehen, von anderen jedoch als Verunsicherung und Gefahr für eigene Werte. Die Pluralität unserer Gesellschaft ist kein umkehrbares Phänomen. Sie fordert heraus sie zu gestalten. Abschottung im Kopf und Distanz im Herzen helfen dabei nicht weiter…“.

„Tür auf für Toleranz“ – Schüler bemalten einen Bus gegen Rassismus

Das „Brückenschlag“-Programm kommt aus der Vielfalt der Dorstener Stadtgesellschaft und bietet viele Anlässe zu Information und Begegnung für alle: Gespräche, Konzerte, Seminare, Kindernachmittage, Vorträge, Geocaching für Jugendliche und vieles mehr. Die Programme werden jeweils von den einzelnen Mitgliedsorganisationen ausgerichtet. Beispiele: Unter dem Motto „Tür auf für Toleranz“ bemalten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums St. Ursula im Kunstunterricht die Außenflächen eines Linienbusses der Vestischen, der dann mit der Anti-Rassismus-Botschaft durch das Vest Recklinghausen fuhr. Der Lions Club Dorsten-Hanse lud zur Besichtigung der neuen Synagoge in Gelsenkirchen und zu einer Vortragsreihe zum Thema „Die Rolle der Frau im Islam“, veranstaltet im Jüdischen Museum. Die Geschichte der drei großen Weltreligionen in Dorsten erhellte ein Stadtrundgang mit Barbara Seppi.


Quelle: Website „Brückenschlag Gemeinsam in Dorsten“ (Aufruf: Febr. 2020).

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