Bordewick, Erich

30 Jahre Pfarrer an St. Josef in Hervest-Dorsten – „Mitten in der Kohle“

1936 in Steinfurt-Borghorst bis 2017 in Ibbenbüren; Pfarrer. – Von 1972 bis 2002 war er Pfarrer an St. Josef in Hervest-Dorsten. Nach seiner Einführung in sein Amt habe Ernst Bordewick mit seiner offenen und menschlichen Art, so steht es im Nachruf der Gemeinde St. Josef, schnell die Herzen seiner Gemeindeglieder gewonnen.

Erich Bordewick

Erich Bordewick verstand sich als Seelsorger, er war ein „Kümmerer“ und hat vielen Menschen in Notsituationen geholfen. Dabei spielte es keine Rolle, ob sie katholisch waren oder nicht. Vor allem den Kindern in der Gemeinde galt seine besondere Zuwendung. Er kannte fast alle mit Namen. Nach 30 Jahren erfolgreichem Wirken in St. Josef und als Religionslehrer an der Hauptschule fand Erich Bordewick in Ibbenbüren ein neues Zuhause. Der Ibbenbürener Erich Bordewick entstammte einer über Jahrhunderte nachweisbaren Bauernfamilie. Er selbst war Arbeiterkind. Volksschule und Mittelschule, dann das Paulinum in Münster und sein Wohnen im bischöflichen Internat bestimmten seinen Lebensweg und Wunsch, Priester zu werden. Daher trat er ins münstersche Borromäum ein, den Theologenkonvikt für Priesteramtskandidaten. Nach seinem Theologiestudium wurde Erich Bordewick 1962 im Dom zu Münster zu Priester geweiht – an diesem Tag auch sein Bruder. Per Brief kam er anschließend nach Ahlen, dann nach Duisburg. In der Rückbesinnung sagte er 2012 der „Ibbenbürener Volkszeitung“ (IVZ): „Wir wurden nie gefragt, wohin wir wollten!“ An der Berufsschule in Duisburg-Homberg arbeitete er als Religionslehrer und wurde Subsidiar in Liebfrauen Duisburg-Homberg. 1964 übernahm er bis 1971 die Aufgabe als Bezirkskaplan der CAJ-F am Niederrhein. Ab 1967 war er zugleich als Subsidiar in St. Peter Duisburg-Homberg tätig. Im Jahre 1971 ging Bordewick als Kaplan nach Marl an St. Josef. 1972 übernahm er die Pfarrstelle St. Josef Dorsten-Hervest-Dorsten. „Mit dieser Stadt, mit den Menschen bin ich verwachsen“, sagt Bordewick später der Ibbenbürener Zeitung. Er wohnte in der Zechensiedlung in Hervest-Dorsten. „Mitten in der Kohle. Die Schließung der Zeche habe ich miterlebt!“ Als Vicarius Cooperator wechselte er 2002 nach St. Mauritius Ibbenbüren und 2006 nach St. Mauritus-Maria Magdalena Ibbenbüren. Auch nach seiner Emeritierung 2011 lebte und wirkte er weiterhin in der Gemeinde. Ihm blieben noch zwei Hobbys: Lesen und Computer. 2012 feierte er unter großer Teilnahme aus seiner früheren Gemeinde St. Josef in Hervest sein goldenes Priesterjubiläum. Erich Bordewick starb am 20. Februar 2017 im Alter von 81 Jahren und wurde Tage später auf dem Ibbenbürener Zentralfriedhof beigesetzt.

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