Zechen-Bahnwaggon

Als ungeliebt und „unästhetisch“ vom Bergwerksgelände verbannt

Der Bahnwaggon, er steht da 'rum; Foto: Wolf Stegemann (2016)

Der Bahnwaggon, er steht da ‚rum; Foto: Wolf Stegemann (2016)

Der sich inzwischen zum „Zankapfel“ entwickelte Bahnwaggon hat neben dem Kreisverkehr am „Leo“ in Hervest-Dorsten einen neuen Standplatz erhalten. Er stand vorher zwei Jahre lang auf dem Grundstück des „Fürst Leopold“-Areals zwischen dem Ex-Trafogebäude und der Maschinenhalle, die vom Bergbauverein betrieben wird. Schon vor einem Jahr wollte ein Mitglied des Bergbauvereins, zugleich Sachkundiger Bürger der Grünen im Bauausschuss der Stadt, den Bahnwaggon aus „ästhetischen“ Gründen vom Zechengelände bzw. vor der Maschinenhalle weghaben. Da der alte Bahnwaggon laut Baudezernent Lohse rechtlich als „bauliche Anlage“ gewertet wird, war der beschriebene Standort auf dem Zechengelände nicht erlaubt. Der Bahnwaggon sollte eigentlich als Depot für einen Biergarten der „Traumfänger-Galerie“ Verwendung finden, doch daraus wurde nichts. Zuletzt diente er als eine Art Absperrung zwischen der dortigen neuen Bushaltestelle und dem Gelände in Richtung Maschinenhalle. Gegen den neuen Standort hat das städtische Bauordnungsamt keine Einwände. Dass an dem alten Bahnwaggon überhaupt festgehalten wird, hat damit zu tun, dass dieses Verkehrstransportmittel zum Betrieb der Zeche gehörte und auch dort seinen Platz haben sollte. Deshalb wird der jetzige ausquartierte Standort am Kreisverkehr vor der Zeche sicherlich nicht der letzte sein.

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