Westfalen-Apotheke

1952 eröffnet, familiengeführt und 2018 ersatzlos geschlossen

Westfalen-Apotheke bis 2018 an der Borkener Straße; Foto: Wolf Stegemann

Mit der ersatzlosen Schließung der Westfalen-Apotheke an der Borkener Straße hat im ersten Halbjahr 2018 ein traditionsreiches Familienunternehmen die Türen geschlossen und somit ein Stück Holsterhausener Geschichte abgeschlossen. Die Gründe dazu sind vielfältig, wie u. a. vermehrte Online-Konkurrenz. Der Anlass war allerdings die amtliche rigide Aufforderung der Apothekenaufsicht, die Stufe an der Eingangstür wegzunehmen. Werner Steffen, Schwiegervater der letzten Inhaberin, hatte vor 66 Jahren die Konzession zur Führung der Apotheke erhalten. 1952 war es die erste, die nach dem Krieg an der Borkener Straße eröffnet wurde, da die Bevölkerung stark angewachsen war. Anfangs war die Apotheke in Nebenräumen der Gaststätte „Rittereck“ untergebracht, dem heutigen  „Central“-Kinotheater. 1956 zog die Apotheke in ein von der Familie Steffen erbautes Haus an der Annettestraße 2 um  und im Jahr 1971 in den zuletzt befindlichen Standort an der Borkener Straße 151 Ecke Annettestraße, in der zuvor die traditionelle Gaststätte „Zur Herrlichkeit“ mit Café untergebracht war, das zuletzt, bevor die Apotheke einzog, von der Bäckerei Nolde betrieben wurde. – In Dorsten gibt es für rund 77.500 Einwohner 22 Apotheken (Stand Anfang 2018). Vor zehn Jahren waren es noch 24. In Westfalen-Lippe gab es im Jahre 2008 noch 2243 Apotheken, die bis heute auf unter 2000 geschrumpft sind.


Quellen: Nach Martin Jaster in DZ vom 22. Mai 2018. – „Holsterhausener Geschichten“, Band 8, 2013.

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