Verdienst-Statistik

Dorstener verdienten im Jahr 2009 kreisweit am meisten

Nach der Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes von August 2011 verdienten die Dorstener im Jahr 2009 im Vergleich zu anderen Städten im Kreis Recklinghausen mit 20.417 Euro pro Einwohner noch am Besten, obwohl das Durchschnittseinkommen zum Vorjahr im Durchschnitt um 1,3 Prozent gesunken ist. Als Verdienst gilt hier statistisch die Einkommenssumme, die nach Abzug von Steuern bzw. Hinzurechnung von Transferleistungen den privaten Haushalten zur Verfügung steht.

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Im Jahr 2004 betrug das verfügbare Durchschnittseinkommen pro Einwohner in Dorsten 18.108 Euro, das sich bis 2008 auf 20.221 Euro steigerte. Im Wirtschaftskrisenjahr 2009 fiel es auf 20.147 Euro wieder zurück. Das waren bei einem 1,3-prozentigen Rückgang real 1,564 Milliarden Euro. Dieser Rückgang lag weit über dem Kreisdurchschnitt, der 0,5 Prozent betrug. Somit lag Dorsten im Kreis an der Spitze der Verdiensthöhe. Die Oer-Erkenschwicker hatten beispielsweise nur 16.206 Euro pro Jahr und Einwohner zur Verfügung. Die Wirtschaftskrise traf etliche Städte in Nordrhein-Westfalen härter als Dorsten. Daher konnte Dorsten seinen Platz im Verdienst-Ranking bei 396 Städten um 14 Plätze auf Platz 150 verbessern.

Immer mehr Einkommensmillionäre

Beim Primäreinkommen war die Wirtschaftskrise in Dorsten deutlicher zu spüren. Im Primäreinkommen werden Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen zusammen gerechnet. Pro Einwohner waren im Jahr 2009 insgesamt 22 934 Euro zu verbuchen, 2,7 Prozent weniger als noch im Vorjahr 2008, als 23.365 Euro eingenommen wurden. Insgesamt waren es „nur“ noch 1,78 Milliarden Euro anstelle von 1,83 Milliarden im Jahr 2008.

Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilte, lebten Ende 2006 nur noch sechs Einkommensmillionäre in der Lippestadt. Drei Jahre zuvor waren es noch zehn. 2001 gab es in Schermbeck keine Einkommensmillionäre, aber drei Jahre später schon drei. In Raesfeld dagegen, eine ziemlich schuldenfreie Gemeinde, siedelten sich Einkommensmillionäre nicht an. Dorsten lag mit seinen Einkommensmillionären im Trend, denn die Zahl der in Nordrhein-Westfalen lebenden Einkommensmillionäre war innerhalb von drei Jahren um fast 500 auf 2.585 zurückgegangen. Unter den 396 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden hatte Schalksmühle im Märkischen Kreis 2004 mit einer Quote von 11 je 10 000 Einwohner die höchste Millionärsdichte, gefolgt von Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss mit 9,3 und Neunkirchen im Kreis Siegen-Wittgenstein mit sieben. In absoluten Zahlen betrachtet, sind in Düsseldorf mit 206 (Quote: 3,6) und in Köln mit 202 (Quote: 2,1) die meisten Einkommensmillionäre ansässig (siehe Einkommensmillionäre).


Quelle:
Jörg Fehmer „Dorstener verdienen kreisweit am meisten“ in DZ vom 31. August 2011

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