Türken-Kundgebung für Erdogan

Sie protestierten im Oktober 2019 friedlich aber laut in Recklinghausen

Pro-Türkische Kundgebung; Foto: DZ entnommen

Laut Polizeiangaben demonstrierten am 20. Oktober 2019 in Recklinghausen rund 250 Türken und Menschen türkischer Anstammung für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dessen völkerwidrigen Krieg gegen Kurden in Syrien. Aus Dorsten hamen etliche Türken daran teil. Fast die Hälfte der Teilnehmer reiste als Gruppe mit dem Zug an. Die Kundgebung verlief friedlich, aber lautstark: Die Teilnehmer zeigten am Kundgebungsort Ecke Kaiserwall/Schaumburgstraße. Der Bereich wurde hermetisch angeriegelt, da es u. a. in Nürnberg, Herne und  Bottrop bereits zu Handgreiflichkeiten dun Steinwürfen gekommen war.  die türkische Flagge und skandierten Parolen. Zu Zusammenstößen mit pro-kurdischen Gruppierungen kam es nicht. Die Anmelderin der Kundgebung, die selbst nicht in Recklinghausen lebt, hatte doppelt so viele Teilnehmer erwartet, als gekommen waren. Offenbar handelt es bei dieser Kundgebung um eine Reaktion auf pro-kurdische Demonstrationen und Kundgebungen der vorangegangenen Tage, die sich gegen den türkischen Einmarsch in die nordsyrischen Kurdengebiete richteten. Daher lautete der Titel der pro-türkischen Kundgebung „Moralische Unterstützung für das türkische Volk“. Die türkischen Moscheevereine in Recklinghausen hatten sich allerdings gegen eine Teilnahme an der Kundgebung ausgesprochen. In den Freitagsgebeten rieten die Hodschas den Gläubigen nach Angaben eines Sprechers davon ab, die Kundgebung zu besuchen. „Wir wollen uns nicht an möglichen Provokationen beteiligen“, sagt Sinan Özen, der Sprecher der neun türkischen Moscheevereine in Recklinghausen ist und Vorsitzender des Integrationsrates.


Quellen: DZ vom 19. und 22. Okt. 2019.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Dieser Beitrag wurde am veröffentlicht.
Abgelegt unter: , Recklinghausen