Stadtmarketing

Neues Image als Kulturstandort und Wellness-Zentrum

Seit Jahren versuchen Stadtverwaltung und Rat in Zusammenarbeit mit der Kaufmannschaft und den Gewerbegemeinschaften in den Stadtteilen (Wulfen, Lembeck, Rhade) das Image der Stadt zu verbessern. Dabei geht es vor allem um die Gesamtstadt und insbesondere um die Altstadt (als Stadtteil). Die anderen Stadtteile und früheren Landgemeinden haben keine oder kaum Probleme mit dem Image. 1999 wurde das Kölner Institut „Econ-Consult – Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Beratungsgesellschaft mbH & Co KG“ beauftragt, den Standort Dorsten zu untersuchen. Die Kosten hierfür in Höhe von 200.000 DM wurden aus Landesmitteln in Höhe von 140.000 DM und 20.000 DM der Kommune bestritten. Für den Rest kamen privatwirtschaftliche Partner (darunter die DIA) auf. Stadt und Econ-Consult stellten das Projekt unter dem Motto „Ein Bündnis aller Kräfte“ Bürgern, Verbänden und Unternehmen vor. Bürger sollten in einer Umfrage mit kreativen Ideen „Dorsten 2010“ zu einer besseren Stadt beitragen und in einer „Zukunftswerkstatt“ am neuen Image basteln. Die Themen, die den Dorstenern im Jahre 2000 besonders am Herzen lagen, waren: „Dorsten als innovativer Wirtschaftsstandort im Aufschwung, als Freizeit- und Kulturerlebnis zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, als Altstadterlebnis und als Stadt mit Profil und positivem Image.“ 3.000 Bürgern wurden Fragebogen zugeschickt, von denen allerdings nur 671 zur Auswertung zurückkamen. Danach wurden Leitprojekte erstellt, die Grundlage für Maßnahmenkataloge sein sollten: „Gesundheitsstadt Dorsten“, „City-Management“, „Stadt – Raum am Wasser“, „Kulturstadt Dorsten“ und „Verwaltungsmarketing“.

Als Fazit wurde genannt: Das Image der Stadt muss aufpoliert werden. Dorsten soll Kulturstadt sein, zur Belebung des Tourismus könnte u. a. der Reitsport gefördert und der Kanal für Veranstaltungen stärker eingebunden werden. Dorsten soll sich auch möglichst bundesweit als Gesundheits- und Wellness-Stadt profilieren. Die erarbeiteten Ergebnisse, so Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, sind „für die nächsten zehn bis 15 Jahre Orientierungshilfe für die Planung und nicht zuletzt auch für wirtschaftliche Standortentscheidungen“.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone