Sauerei des Monats

Viele Dorstener entsorgen ihren Hausmüll und anderes in der freien Natur

Mit der Kampagne „Sauerei des Monats“ weist die Stadt Dorsten seit August 2020 auf die Problemfälle der wilden Müllkippen und über die „Verantwortungslosigkeit der Müllferkel“ hin. Es ist ein trauriges Phänomen: Wenige Zeitgenossen sind zu faul, Abfälle zum Wertstoffhof des Entsorgungsbetriebs zu fahren oder wollen die kleine Gebühr dafür sparen und entsorgen ihren Müll deshalb im Grünen oder neben dem nächsten Altglascontainer.  Teilnehmer der jährlichen Besentage können ein langes Lied davon singen, was man so alles findet. Die Stadtreinigung des Entsorgungsbetriebes ist bemüht, Hinweisen auf solche illegalen Entsorgungen unmittelbar nachzugehen. Dennoch bleibt die Verantwortungslosigkeit der Müllferkel ein großes Ärgernis, denn während der Verursacher vielleicht ein paar Euro Gebühren spart, kostet das Abholen des Mülls je nach Menge schnell 50 bis 100 Euro und belastet so alle Bürgerinnen und Bürger. Um Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Müll zu wecken, veröffentlicht die Stadt daher besondere Fundstücke als „Sauerei des Monats“. Übrigens: Die Nennung des Fundortes soll keineswegs Nachbarschaften in ein schlechtes Licht rücken. Im Gegenteil. Müllsünder sind in der Regel „Touristen“, die ihren Abfall nicht in der eigenen Nachbarschaft entsorgen.

August 2020 Rhade: Im August wurde ein Abfallhaufen mit rund einem Kubikmeter Hausmüll an einer Bank neben einem öffentlichen Müllbehälter an der Kreuzung Wellbrockweg/Im Forst in Rhade zur „Sauerei des Monats“ gekürt. Der Müllbehälter war kurz zuvor regulär geleert worden. Nur eine Stunde später erhielt der Entsorgungsbetrieb ein aktuelles Foto der Örtlichkeit, auf dem Hausmüll inklusive Windeln zu sehen war, abgeladen direkt neben dem Papierkorb. Die legale Entsorgung hätte den Verursachern nur wenige Euro gekostet, so die Verwaltung. Die Kosten für die Beseitigung dieser „Sauerei des Monats“ lägen hingegen „bei knapp 100 Euro – zu tragen von der Allgemeinheit!“ (Foto: Stadt Dorsten).

September 2020 Lippeauen: In den Lippeauen wurde ein alter Grill und wilder Müll entdeckt. Ein lauschiges Plätzchen an der Lippe? War es bestimmt – vor der Grillparty! Wäre es auch immer noch – wenn das Partyvolk den Müll nach der Feier mit nach Hause genommen und in der eigenen Mülltonne entsorgt hätte. Alternativ kann man die Abfälle auch im Entsorgungsbetrieb abgeben. Der Grill würde als Metallschrot umsonst angenommen und ein Sack mit Müll würde mit 3 Euro  berechnet. Die Kosten für die Abholung durch den Entsorgungsbetrieb der Stadt liegen jetzt bei 100 Euro. Legale Müllentsorgung ist eigentlich ganz einfach: Für fast alle Abfallarten, Sperrmüll und Elektrogeräte bietet der Wertstoffhof des Entsorgungsbetriebes komfortable Abgabemöglichkeiten mit bürgerfreundlichen Öffnungszeiten und geringen Gebühren (Foto: Stadt Dorsten).

(Wird fortgesetzt)

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