Lehmbruck, Wilhelm

Berühmter Bildhauer stammte aus einer alteingesessener Bauernfamilie

1881 in Meiderich/Duisburg bis 1919 in Berlin; Bildhauer und Maler. – In Gahlen-Besten ist eine Straße und in Dorsten-Östrich eine Schule nach ihm benannt. Wilhelm Lehmbruck, Düsseldorf 1905Seine Vorfahren stammen aus einer alteingesessenen Bauernfamilie (Lehmbruckshof) in Gahlen-Besten, die sich bis 1366 zurückverfolgen lässt. 1514 werden ein Pastor Bernd Leembrocke bzw. Lehmbroick und 1694 der Kirchmeister Johan Heinrich Lehmbruck genannt. 1845 wurde in Gahlen Johann Wilhelm Lehmbruck, der Vater des Künstlers, geboren, der 1872 Elisabeth Wüstmann heiratete. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts verzogen viele Gahlener nach Meiderich und wurden Bergleute, so auch zwei von sieben Lehmbruck-Familien, darunter die Eltern des später geborenen Wilhelm Lehmbruck, der als 14-Jähriger zuerst die Kunstgewerbeschule und dann die Kunstakademie in Düsseldorf besuchte (Foto aus dem Jahr 1905). Von 1910 bis 1914 arbeitete er in Paris, wo ihn Matisse, Archipenko, Modigliani und Maillol nachhaltig beeinflussten. 1914 kehrte er nach Deutschland zurück, wurde in der Akademie der Künste aufgenommen, und schied 38-jährig aus dem Leben. Seine Figuren in überlanger, feingliedriger Formstruktur tragen stark allegorisch-sinnbildhafte Züge. Seine wichtigsten Arbeiten (u. a. „Große Kniende“, 1912; „Der Gestürzte“, 1916, „Der Freund“, 1917) bilden den Grundstock des 1964 errichteten Wilhelm-Lehmbruck-Museums in Duisburg.


Siehe auch:
Künstler, bildende

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