Krüger-Mogk, Billa

Glasmalerin aus Altendurf-Ulfkotte gestaltete die Johanneskirche

Billa Krüger-Mogk (r.) im Jahr 1964

1938 in Oberhausen bis 2016 in Dorsten; Glasmalerin. – Die ab 1979 im Stadtteil Altendorf-Ulfkotte wohnende Glasmalerin gehörte zu den wenigen professionellen Künstlerinnen in der Stadt. Ihr Name wurde und wird mit denen der großen zeitgenössischen Glasmaler wie Joachim Klos, Georg Meistermann oder Hubert Spierling genannt.

Das Lebenswerk der Künstlerin ist breit gefächert

In Haus der Familie in Altendorf-Ulfkotte, in dem auch ihr Atelier war, begegnet der Besucher auf Schritt und Tritt ihrer Kunst: expressionistische Ölbilder und Zeichnungen, Emailarbeiten und Glasscheiben. Den farblich abgestimmten Licht- und Leuchteffekten kann sich der Betrachter nicht entziehen. Eigentlich wollte Billa Krüger-Mogk Gartenarchitektin oder Tierärztin werden. – Ihr künstlerisches Umsetzungsvermögen war geschult. Sie lernte zuerst bei den Professoren Kadow und Fünders an der Werkkunstschule Krefeld, dann an der Kunstakademie München bei den Professoren Crodel und Büder. In ihrer künstlerischen „Bilanz“ hat sie Erstaunliches aufzuweisen: 1958 Ausstellung in Oberhausen; 1958 und 1959 Förderpreis junger Künstler der Stadt Oberhausen; 1960 preisgekrönte Teilnahme am Wettbewerb für die Fußbodengestaltung des Jugendzentrums Oberhausen (Ausführung); Geldpreis von der Universität Bonn für einen Entwurf der Außengestaltung; 1962 zweiter Preis „Gegensätze“ der Kunstakademie München; 1963 erster Preis für die Gestaltung von zwei Fenstern des Benediktinerklosters Meschede. Nachfolgeaufträge von Kirchen, Schulen und Verwaltungsgebäuden kamen aus Bromskirchen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Marl, Schwerte, Bochum, Hannover. 1970 erhielt die Glasmalerin für ihr Kunstschaffen die Goldene Ehrennadel der „Stadt Allenstein“. Von 1971 bis 1978 lebte Billa Krüger-Mogk mit Mann und Kindern in St. Sauveur (Frankreich). In Dorsten beteiligte sie sich, die sich lieber aus dem Kunstbetrieb heraushielt, an Ausstellungen des Kunstvereins und an Ausschreibungen. Ihre Arbeiten sind in Dorsten u. a. in der evangelischen Johanneskirche und in der evangelischen Kirche in Altendorf-Ulfkotte zu sehen. Billa Krüger-Mogk starb Ende 2016.


Siehe auch:
Künstler, bildende (Artikelübersicht)

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