Krötenwanderung

Erstmals werden für den Tierschutz Straßen vorübergehend gesperrt

Temperaturen ab 7 Grad Celsius und feuchtes, regnerisches Wetter lösen vor allem in den Abendstunden bald wieder den Wandertrieb von Fröschen, Kröten und Molchen zu ihren Laichgewässern aus. Auf Anregung des Dorstener Naturschutzbundes (NABU) wird die Stadt deshalb 2022 Sicherheitsmaßnahmen für die Krötenwanderung umsetzen. Für den Amphibienschutz und die Verkehrssicherheit werden an vier Straßen im Dorstener Norden nämlich vorübergehend immer mal wieder Straßenabschnitte gesperrt, wenn dort die Amphibien-Wanderungen stattfinden. Es sind die Straßen Kaiserweg (Lembeck), Im Schöning (Deuten/Lembeck), Frankenstraße und Gälkenheide (Wulfen). An diesen Straßen haben die NABU-Helfer in den Vorjahren die meisten Kröten gezählt. Hinzu kommt die „Schlossallee“ in Lembeck (Wulfener Straße), wo auch eine „Schutzzone“ eingerichtet wird. Zwischen der Einfahrt zum Schloss und dem Beginn des dortigen Waldgebiets werden auf mehreren hundert Metern Länge von Ende Februar bis Ende Mai die Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h reduziert und Verkehrsschilder mit dem Hinweis „Amphibienwanderung“ installiert. Jedes Frühjahr stellen die Naturschützer auch Krötenzäune an gefährlichen Straßenabschnitten in und um Dorsten auf. Und sorgen so dafür, dass die Kröten in Auffangbehälter geleitet werden, von wo aus die Helfer sie auf die andere Straßenseite bringen. Außerdem organisieren sie Familien-Exkursionen zu den Krötenwanderungsgebieten, veranstalten Info-Abende zu dem Thema.

Siehe auch: Naturschutzbund


Quelle: Nach Michael Klein „Premiere: Für Krötenwanderungen werden Straßen gesperrt“ in DZ vom 19. Febr. 2022

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