Kreytenberg, Ingrid

Übereinander gelegte Farbschichten lassen ein Spannungsgefüge entstehen

0825ki-kreytenberg-stGeboren 1941 in Dorsten; Kunstpädagogin und Malerin. – Nach dem Abitur im Jahre 1960 studierte sie bis 1964 bei Prof. Fritz Winter an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel. Danach arbeitete sie als Kunsterzieherin am Gymnasium und verbrachte die Jahre von 1974 bis 1979 mit ihrem Mann, Prof. Dr. Gerd Kreytenberg, und ihren Kindern in Florenz. 1980 trat sie als Kunstlehrerin am Gymnasium Petrinum die Nachfolge ihres Vaters Karl Korte an (bis 2001). Seit 1997 widmet sie sich der eigenen Malerei. Von Kindesbeinen an ist Ingrid Kreytenberg mit der Malerei vertraut. Denn ihr Vater war neben dem Beruf des Kunstlehrers auch Maler. Bekannt ist von ihm u. a. das Glasfenster im Gebäude des alten Petrinum an der Bochumer Straße und Fenster in Kirchen. Ingrid Kreytenberg besuchte das Ursulinen-Gymnasium und hatte den sie prägenden Kunstunterricht bei Sr. Paula (Tisa von der Schulenburg). In ihrer eigenen Malerei widmet sie sich stark den Farben.

In den durch übereinander gelegte Farbschichten entstehenden Bildserien „werden die intensiven Farben zumeist durch gedämpfte Grautöne überlagert und zurückgedrängt, wodurch ein Spannungsgefüge erzeugt wird, das erstens in bildräumlicher und zweitens in emotionaler Hinsicht wirksam ist. Diese gegenstandsfreie Malerei ist im Innern der absoluten Musik verwandt. Wer ein geistiger Mensch ist, muss nicht Gegenstände und Figuren sehen, um ein geistiges Vergnügen zu haben“ (www.ruhr-lippe-marktplatz.de).

Das Licht – zentrales Thema ihres Schaffens

Im Jahr 2000 begann eine Reihe von Ausstellung: „Farbakkorde“ in Hagen (2000), „Wegmarken“ in Dorsten (2001), „Forme del silenzio“ in San Leolino bei Panzano/Toskana (2002), „Formen der Stille“ in der Benediktinerabtei Gerleve (2002/03), „Verschleierungen“ in Essen und Dorsten (2004/05), „Lichtblicke“ im Alten Rathaus in Dorsten (2006), Dialog über Licht zusammen mit Jürgen Kaub in Kirchhellen (2008,) „Durch der Strahlen klaren Schein“ in der Dorstener Volksbank und in der evangelischen Kirche in Meerbusch-Osterath (2009), „LichtBilder“ in St. Marien in Haltern (2009), „Lichtquellen“ im Medizin- und Apothekenmuseum in Rhede (2011). Marion Taube schreibt 2009 in der Bibliographie „Ingrid Kreytenberg. Bilder 2007-2009“ über die Malerin:

Mit „Lichtquellen“ spricht die Künstlerin das zentrale Thema ihres Schaffens an: das Licht, das aus Farben strömt und zum Träger von Botschaften wird, das durch vielschichtige Überlagerungen dringt und es andererseits dem Betrachter ermöglicht, über viele Schichten immer tiefer in den Farbraum eines Bildes einzudringen. Trotz lebhafter Farben sind es stille Bilder von stabiler und harmonischer Bildstruktur, die zu eingehender Betrachtung einladen. Wahre Kunst drückt immer das aus, was auf direktem Wege nicht zu sagen ist, was man erst versteht, wenn das Kunstwerk hilft, tiefer zu blicken. Victor Hugo sagt: In Farben, Formen und Klängen ist ausgedrückt, was man nicht sagen kann, und worüber es doch unmöglich ist zu schweigen.


Siehe auch:
Künstler, bildende


Quellen:
Homepage der Künstlerin. – Bibliographie: „Ingrid Kreytenberg. Bilder 2007-2009“, Text: Marion Taube, Dorsten 2009.

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