Katharinenkirmes

Bis 2005 wurde jahrhundertelang die Tradition gefeiert

Katharinenkirmes und -markt, Postkarte geschriebven in Dorsten1899

Katharinenkirmes und -markt, Postkarte 1899 in Dorsten geschrieben

In der Woche vor Nikolaus fand bis 2005 die traditionelle Katharinenkirmes im Lippetal statt, die eine Woche lang dauerte und mit dem eintägigen Katharinenmarkt begann, der noch stattfindet. Die Katharinenkirmes gehörte in der Vorweihnachtszeit zu den Höhepunkten des Dorstener FestjJahres. In der Innenstadt drängten sich die Besucher an den Verkaufsständen, darunter Aal-, Textil-, Bananen-, Schuh-und Blumenhändler. Schüler hatten schulfrei. Das Lippetal wurde zum vergnügungsparkt mit Schaubuden, Autoscooter. Ab 2005 gibt es keine Katharinenkirmes mehr in Dorsten. Nur noch den „Katharinenmarkt“ in der Innenstadt mit Verkaufsständen wie eine Woche später den Nikolaussmarkt.
Die heilige Katharina ist die Schutzpatronin der Universitäten und Schulen, deshalb gab es früher an diesen Tagen schulfrei. Dorsten war seit jeher ländlich geprägt und insbesondere in bäuerlichen Gegenden wurde die Heilige Katharina verehrt. „St. Kathrein lässt den Winter ein“, hieß ein Sprichwort. Ihr Namenstag, der 25. November, gilt als Beginn der kalten Jahreszeit. Auf den Höfen wurden die Schafe geschoren, Mägde und Knechte erhielten an diesem Tag ihren Lohn und gingen zum Kathreintanz. Ein anderer Spruch lautet „Kathrein stellt den Tanz ein“ – ihr Gedenktag ist eines der letzten Heiligenfeste vor dem Advent, der der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest diente. Und in dieser Zeit waren früher öffentliche Tanzveranstaltungen verboten. Deshalb feierte man gerne vor dem Beginn des Advents den Kathreintanz. Am Katharinentag war strengstes Bewegungsverbot für Räder. Auf dem Dorstener Marktplatz fanden sich Bauern, Handwerker und Kaufleute ein und boten ihre Waren an. Gaukler, Musikanten, Spieler und Artisten trugen zur Unterhaltung bei.

Siehe auch: Nikolauskirmes
Siehe auch: Hl. Katharina

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