Idastift

Der Bußmann-Kotten wurde Stift und Bildungsstätte zugleich

Familie Busse

Familie Bußmann – 1925 Gründer des Ida-Stifts in Holsterhausen

Die Gründung des Schwesternhauses erfolgte 1925 durch Pfarrer Herold, nachdem die Eheleute Bernhard und Gertrud Christine Bußmann (geb. Spiekermann) ihr Bauernhaus, den „Bußmann-Kotten“, mit Nebengebäuden und Grundstücken zu diesem Zweck der Kirche übereignet hatten. Da ihre beiden Söhne starben, wollten sie, dass die Schwestern der zu errichtenden Stiftung der heranwachsenden Jugend Unterricht in Handarbeit geben und den Kranken und Sterbenden Trost und Linderung verschaffen sollten. So konnten drei Schwestern der „Genossenschaft der Schwestern der christlichen Schulen von der Barmherzigkeit aus Heiligenstadt“ im August 1925 mit der Arbeit beginnen. Die Stiftung wurde nach der hl. Ida aus Herzfeld benannt, die im 9. Jahrhundert lebte. 1961 wurde die Mutterschule eingeweiht. Ein Jahr später musste das 1925 geschenkte Bauernhaus abgerissen werden, um einem neuen Schwesternhaus Platz zu machen, das 1963 eingeweiht wurde. Zwei Jahre später kam ein neuer Kindergarten dazu, dann die Vergrößerung der Mutterschule und 1977 wiederum ein neuer Kindergarten. 1981 wurde der Konvent geschlossen und die Heiligenstädter Schwestern verließen nach 56-jähriger Tätigkeit die Pfarrgemeinde St. Bonifatius; ein Jahr später übernahmen koreanische Schwestern vom „Orden unserer lieben Frau von der immerwährenden Hilfe“ das Idastift.

Seniorenwohnheim entsteht in Holsterhausen nach christlichem Vorbild

Das mit dem Idastift verbundene Gebäude der Familienbildungsstätte (FBS) an der Idastraße 49 wird 2017 abgerissen. Die Familienbildungsstätte siedelt um in den neu erstehenden Bereich der Johanneskirche (vorläufig im Matthäusheim in Wulfen). Die Gebäude des Idastifts und die Kapelle an der Idastraße bleiben erhalten. Sie werden integriert in einen Neubaukomplex mit altersgerechten Wohnungen. Träger des Wohnheims ist die „Katholische Ordensgemeinschaft der Hl. Maria Magdalena Postel“ (SMMP). Der Orden wurde 1807 unter dem Namen „Arme Töchter der Barmherzigkeit“ von der französischen Lehrerin Julie Postel in Cherbourg gegründet; 1882 ein inzwischen selbstständiger deutscher Ordenszweig. Die Seniorenhilfe SMMP betreibt sieben stationäre Seniorenheime, vier ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaften, vier ambulante Pflegedienste und mehrere Wohnhäuser nach christlichem Vorbild.


Siehe auch:
Haus der Familie

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