Höpken, Ulla

Bizarre Oasen einer kalten und doch lebendigen Naturwelt

Geboren 1943 in Sankt Goarshausen; Malerin. – Etliche Jahre wohnte und arbeitete die akademisch ausgebildete Malerin in den 1980er-Jahren in Dorsten, wo sie sich u. a. dem Dorstener Kunstverein anschloss und ihre Kunst in Ausstellungen zeigte (Sparkasse, Schloss Lembeck u. a.). Ulla Höpken studierte nach ihrer Ausbildung an der Glasfachschule Hadamar und von 1965 bis 1968 bei Professor Walter Brudi an der Akademie für Bildende Künste Stuttgart. Danach lebte und arbeitete sie in Baden-Württemberg und war in einem Tübinger Unternehmen künstlerisch beratend tätig. Dort entstanden auch die ersten Glasfenster für eine Kirche und profane Architektur. Ab 1975 wandte sich Ulla Höpken der freien Malerei zu. Nach Auslandsaufenthalten in Spanien und Italien, zog sie nach Dorsten und danach mit ihrem Lebensgefährten Ralph Herrmann in das Künstlerhaus Kenkmannshof in Recklinghausen, das Ulla Höpken zusammen mit Ralph Herrmann bis 2007 leitete. Von 1992 bis 2001 war sie Vorstandsmitglied und Aufsichtsrat der Genossenschaft Bildender Künstler in Weimar. Seit 2007 lebt und arbeitet Ulla Höpken mit ihrem Partner im eigenen Atelierhaus in Recklinghausen. Wolf Stegemann schrieb 1984 in den „Ruhr-Nachrichten“:

„Ihr Werk wird von einer Welt bestimmt, in der sich verschiedene Aspekte mischen: Es handelt sich um gesehene, erträumte, ersehnte und auch gefundene Welten, um symbolische Naturträume. Sie denkt über das ewige Leben und Sterben in der Natur nach, über bizarre Oasen einer teils kalten und doch lebendigen Naturwelt. Der Hoffnung gebende Urbaum steht für ewigen Wechsel von Leben und Tod, von Wärme und Kälte. Alles Bildhafte hat bei ihr nur einen geringen Stellenwert, während der Zusammenhang zwischen Realität und Traum dominiert.“

Ausstellungen u. a. in Galerien in Tübingen, München, Düsseldorf, Münster, in der Galerie Runder Turm in Sigmaringen, in der Paulus Galerie Albstadt, in der Hohenzollernhalle in Bisingen, in der Kunstkreisgalerie Landshut, im Münsterlandmuseum Burg Vischering in Lüdinghausen, in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Bonn, in der Galerie Reimus in Essen, im Museum Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, im Cranachhaus in Weimar. Dr.  Arno Apel, Vorsitzender des Kunstvereins Recklinghausen, über Ulla Höpken:

„Ulla Höpken versteht sich auch als Lichtmalerin. Dieses Licht fächert sich in ihren Bildern auf, verstreut sich so als wenn das Dargestellte von allen Seiten beleuchtet werden will oder ein Licht aus sich selbst heraus verströmt. Auf diese Weise gelingt es der Künstlerin, den Betrachter aufzufordern, sich der Vielseitigkeit eines Phänomens auszusetzen. In allen verschiedenen Sujets erkennt man die künstlerische Handschrift von Ulla Höpken, eine Malweise von übereinander gelegten, sich berührenden und durchdringenden Farbflächen. Diese Malweise ist Ausdruck des Grundthemas der Künstlerin, Beziehungswelten darzustellen, die sich gleichzeitig durchdringen und abgrenzen.

ihre Publikationen: Lyrik-Bildband „Wie eine Säule aus Glas“, Gulde Verlag Tübingen 1984; „Das Staunen“, Ahlen 1999; Kunstkalender, Integrata Tübingen; „Das Glasfenster nach 1945“, Verlag Hannesschläger Augsburg; „Städte und Landschaften“, Kunstkalender 2005, 2006, 2007, 2008, Kunsthandel N. Vauth-Pawlak

Siehe auch:
Künstler, bildende (Artikelübersicht)


Quellen:
Wolf Stegemann in RN vom 3. September 1984 und 2. Juni 1990. – Wikipedia, Online-Enzyklopädie.

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