Heimatverein Wulfen

Theater- und Tanzgruppe befördern das ländliche Brauchtum

Fleißige Helfer: Aufstellen des Erntekranzes 2011; Foto: Guido Bludau (Wulfen-Wiki)

Fleißige Helfer: Aufstellen des Erntekranzes 2011; Foto: Guido Bludau (Wulfen-Wiki)

1984 wurde der 1922 bereits gegründete Heimatverein neu belebt. Rund 80 Personen kamen zur Gründungsfeier ins Hotel Humbert, dem traditionellen Vereinslokal. Heute hat der Verein annähernd 1000 Mitglieder. Der Heimatverein war seit seiner ersten Gründung überaus aktiv, hatte eine eigene Heimatstube, lud zu Schnatgängen (Gemeindegrenzbegehungen) ein, organisierte Nikolausumzüge und Erntedankfeste. 1935 verlor sich die Spur, bis sich der Verein nach dem Krieg wieder zusammenfand. Doch gab es ab 1962 weder Aktivitäten noch Mitglieder. Der Verein hat mehrere Arbeitsgruppen, darunter eine Theater- und Tanzgruppe.

Flachsmarkt am Flachsrösthaus, Foto: JF

Auch errichtete der Heimatverein 1997 ein altes Flachsrösthaus neu, das 2016 erweitert wurde. 2004 gab der Verein das Buch „Wulfen. Geschichte und Gegenwart“ heraus, das in jahrelanger Vorarbeit entstand. Zuletzt erschienen war 35 Jahre zuvor Schwingenheuers „Kleine Wulfener Heimatkunde“. 2011 konnte der Verein sein neu erbautes „Heimathaus“ mit 450 Quadratmetern Fläche und drei Geschossen am Rhönweg eröffnen. Das Haus entstand zum größten Teil in Eigenleistung der Mitglieder (80.000 Arbeitsstunden) und wurde durch Spenden und Zuschüsse finanziert. Ende 2016 war das Heimathaus komplett abbezahlt.  Im August 2016 konnte der Verein sein 1000stes Mitglied begrüßen, den neuen Pfarrer in Wulfen, Daniel Kostowski. Ende 2016 hatte der Verein bereits 1031 Mitglieder.

Geschichtsgruppe befasst sich auch mit der jüngsten Vergangenheit

Mitglieder der Geschichtsgruppe trafen sich im Februar 2019 mit Gästen im Heimathaus und zeigten Wulfener Motive sowie Porträts und Familienfotos, Fest- und Vereinsaufnahmen, Straßenszenen und Landschaftsaufnahmen. Die Schilderungen und Bildzeugnisse von den Zeitzeugen dokumentierten anschaulich den Wandel der Lebensverhältnisse in Wulfen. Schüler der Oberstufe des Gymnasiums St. Ursula zeigten einen Film über ihre Projektarbeit, in der sie Interviews mit Zeitzeugen zum Thema „Leben in Dorsten vor, während und nach der Bombardierung 1945“ geführt.


Quelle:
Jürgen Kleimann „Heimatverein Wulfen 1922-1984“ in HK 1985.

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