Fest der Kulturen

Vom öffentlichen Fastenbrechen zum Integrationsfest unter Freunden

Tanzgruppe aus dem Banat; Foto: Wolf Stegemann

Tanzgruppe aus dem Banat auf dem Brunnenplatz 2009; Foto: Wolf Stegemann

Das „Fest der Kulturen“ wurde vom Türkisch-islamischen Kulturverein Ditib Dorsten Camii und dem Migrationsreferat des Verbandes der evangelischen Kirchengemeinden in Dorsten 2007 als jährliches Fest auf dem Brunnenplatz in Hervest-Dorsten eingerichtet, an dem sich Migrationsgruppen aus vielen Ländern mit Tänzen, Musik, Essen und Gesprächen untereinander beteiligen. Als Zeitpunkt wird immer ein Tag während des Fastenmonats Ramadan festgelegt, an dem nach Sonnenuntergang der Türkisch-islamische Kulturverein die Anwesenden mit einem Essen nach religiösem Ritus zum Fastenbrechen einlädt. In Dorsten leben Personen aus 90 Nationen (Stand 2009). Das Fest findet im Rahmen des „Projekts Hervest“ statt, das auch die Stadt Dorsten mitgestaltet und vom Bund mitfinanziert wird. 2009 lief die Förderung des Bundes aus. Wie es weitergeht, ist ungewiss. Doch sollen in den nächsten Jahren über 20 Millionen Euro in ein „Integriertes Handlungskonzept Hervest“ fließen. 2014 traten fast nur deutsche Musik- und Tanzgruppen auf. Es fand auch nicht zum Fastenbrechen statt. Auch im August 2015 war das Rahmenprogramm wieder „multikulti“. Eine Roma-Tanzgruppe gab einen Einblick in die Kultur ihres Volkes. Unter den Gästen befanden sich in diesem Jahr auch Flüchtlinge, die im früheren Hotel Berken untergebracht waren. Daher spielte ein Syrier auf dem typisch syrischen Musikinstrument Saz. „Unser Fest trägt maßgeblich zur Integration der Menschen bei“, resümierte Barbara Wahl, Leiterin des Referats für Migration und Integration.


Siehe auch:
Integration

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