eldo-Einbauküchen

Der „Mercedes“ unter den deutschen Einbauküchen aus Dorsten

Aus einer Schreinerei, die Wilhelm Elsenbusch 1861 in Essen gegründet hatte und die 1930 nach Dorsten in die Gelsenkirchener Straße verlegt wurde, entstand eine Möbelfabrik, die sich nach den Zweiten Weltkrieg unter der Leitung von Theo Elsenbusch als eine der ersten auf die Herstellung der modernen Einbauküche spezialisierte. Sie erlangte unter dem Markennamen eldo als Qualitätsprodukt eine hohe Bekanntheit in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen wuchs zu erheblicher Bedeutung und vermochte seine Belegschaftszahl von 60 im Jahre 1952 auf 270 im Jahre 1966 erhöhen.

Damalige Küchenreklame von eldo

Damalige Küchenreklame von eldo

Später erweiterte die Elsenbusch KG ihr Produktionsprogramm um die Herstellung von Schrankwandanlagen und Innenausbauten für den privaten, betrieblichen und öffentlichen Bedarf. Das Aufkommen der modernen Einbauküche stellte an den Möbelhandel Anforderungen hinsichtlich der Beratungsqualität, auf die dieser zunächst nicht vorbereitet war. Daher entschied sich Theo Elsenbusch für den Vertrieb ab Werk über eigene Niederlassungen, die Planungsbüro und Werksausstellung in einem waren. Zuletzt wurden zwölf solcher Niederlassungen in den Großstädten Nordrhein-Westfalens unterhalten. Dieser kostspielige Vertriebsweg und der Umstand, dass der herkömmliche Möbelhandel zunehmend in den Vertrieb der modernen Einbauküche einstieg, führten schließlich 1985 zur Insolvenz. Unter dem Namen „Küchen- und Praxismöbel Dorsten GmbH“ wurde die Küchenherstellung mit 50 Mitarbeitern als Erbengemeinschaft von den Töchtern und deren Ehemännern fortgeführt. Wegen schlechter Ertragslage kam für die traditionsreiche Marke im Jahr 2000 das endgültige Aus. Das Firmengelände wurde seither zu einem Gewerbepark umgestaltet. Schon 1988 hatten die Schwiegersöhne von Theo Elsenbusch, Johannes Diegner und Dr. Helmut Frenzel, das Grundstück mit den Produktionshallen erworben. Nach dem Tod von Johannes Diegner übernahm Dr. Helmut Frenzel auch dessen Anteil.


Quellen:
Bernd Kuhlmann „Geschichte der Stadt Dorsten von der Zeitenwende bis 1975“, Dorsten 1975. – Gespräche mit Maria Frenzel, geborene Elsenbusch, und Dr. Helmut Frenzel.

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