Dorsten, Ingo

Wenn's in Dorsten eine tiefe Höhle gäbe, käme Dorsten auch nach Dorsten

Ingo Dorsten in der„Herbstlabyrinth-Adventhöhle“ bei Breitscheid; Foto: privat

W. St. – Geboren 1977 in Deutschlands Norden. – Er ist wohl einer der wenigen, die mit Familiennamen Dorsten heißen. Stellvertretend für andere Namens-Dorstens, die es noch geben wird, steht Ingo Dorsten aus Breitscheid ausnahmsweise als Nicht-Dorstener hier im Dorsten-Lexikon. Dorsten ist technischer Leiter einer Klinik in Gießen. Sein ungewöhnliches Hobby treibt Dorsten in die Tiefe, denn er und seine Frau sind mittlerweile professionelle Höhlenforscher. Daher haben sie 2010 auch in einer Höhle geheiratet, wozu etliche bürokratische Hindernisse zu überwinden waren. Doch es war dann wohl die erste Tropfsteinhöhlen-Hochzeit überhaupt. Die beiden Dorstens erforschten und erschlossen im Westerwald das Tropfstein-Höhlensystem „Herbstlabyrinth-Adventhöhle“ bei Breitscheid. Seit mehr als zwei Jahrzehnten betreibt Dorsten nun sein Hobby. Das Magazin „stern“ schrieb 2014, dass Dorsten bereits in rund 200 Höhlen gewesen war, aber auch in Höhlensystemen in Slowenien, Rumänien, Russland und im Iran. Da er gerne Bergsteiger ist, im Norden geboren wurde, wo es keine Berge gibt, kamen Dorsten und seine Pfadfinderfreunde auf die Idee, in die Tiefe zu steigen, wo Dorsten später dann auch seine Frau kennengelernt hatte. 2009 rettete Dorsten mit 100 anderen Helfern einen 46-jährigen Höhlenbesucher, der sich in schwieriger Position eingeklemmt hatte.
Dorsten ist Vorsitzender der Speläologischen Arbeitsgemeinschaft Hessen e. V. (SAH). Es gibt in der Bundesrepublik aber noch 88 andere Höhlen-Vereine, in denen rund 2500 Höhlenforscher organisiert sind. In Dorsten müsste Dorsten erst eine Höhle finden. Dann käme Dorsten sicherlich auch mal gerne nach Dorsten. Die Brotmannshöhle dürfte ihm vermutlich nicht tief genug sein.

Siehe auch: Dorsten als Familienname

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