Bücker, Heidrun

Credo der schreibende Architektin: Ohne Mord kein guter Krimi

Geboren 1953 in Dorsten-Holsterhausen; Architektin und Krimi-Autorin. – Mit 14 Jahren schrieb die Dorstenerin Heidrun Bücker, die ihre Kindheit in der Parallelstraße verbrachte, ihren ersten Roman, zumindest hatte sie mit dem Schreiben begonnen, den Roman aber nie beendet. Sie legte die Manuskriptseiten zur Seite und wurde Architektin. b-buecker-heidrun-neuDas Schreiben gab sie jedoch nie auf.  Heidrun Bücker studierte mit ihrem heutigen Ehemann in Bielefeld und ist seit 1978 als Architektin in Dorsten selbstständig. Mittlerweile haben beide Töchter, ebenfalls Architekten, das Büro übernommen, so dass ihr und ihrem Ehemann Heinrich, mehr Zeit für Reisen bleibt. Nach einigen Großobjekten im Ausland, wie Abu Dhabi und Spanien, konzentriert sich Heidrun Bücker nun auf ihre Krimis. In ihren Büchern beschreibt sie ferne Länder, fremde Sitten und Gebräuche, achtet aber stets darauf, nur Orte zu wählen und zu beschreiben, die sie persönlich kennt. Da sie einige Zeit im Orient lebte, dort auch Einladungen in den Harem erhielt, ist ihr auch diese Welt nicht fremd. Nach ihrem ersten Roman „Jumping Jack“ im Jahr 2009 erschien 2010 im Triga-Verlag ihr zweiter Krimi mit dem Titel „Go Down – Lauras Rache“. Heidrun Bücker schreibt Krimis, weil sie meint, dass „in ein gutes Buch meist ein Mord gehört“. Wichtig ist der Schriftstellerin auch, dass in ihren Büchern „Frauen nicht als Dummchen dastehen“. Daher schafft es die Protagonistin Laura auf 540 Seiten „mit Intelligenz und ohne Hilfe von Männern das mysteriöse Verbrechen, den Mord an ihrem Ehemann, zu lösen“. b-buecker-heidrun-titelseiteWährend der erste Roman, „Jumping Jack“ auf Tatsachen beruht und Erlebnisse schildert, die das Architektenteam Bücker in Abu Dhabi erlebte, sind die weiteren Bücher rein fiktiv. Heidrun Bücker, die bislang mehr als 4.000 Krimis gelesen hat, reist viel und verarbeitet die Länder und Orte, die sie besucht, in ihren Büchern, von deren Erlös sie ihre Reisen gut finanzieren kann. Jetzt hat sie ihr erstes Manuskript, das noch aus ihrer St. Ursula-Schulzeit stammt, fertig gestellt. Der Familienthriller erscheint demnächst unter dem Titel „Verschwunden“ im Schardt-Verlag. Da verschwindet jemand, eine Leiche wird im Garten gefunden und dann überschlagen sich die Ereignisse, als hartnäckige Nachforschungen Straub aufwirbeln zwischen Kairo, Casablanca und London und dem Ort des Verschwindens. Anfang 2012 erschien Heidrun Bückers viertes Buch mit dem Titel „Spiel, Satz und Sieg – für die Dame“. Darin geht es um Spielschulden, Waffen- und Drogenhändler, um Mord und um eine im Untergrund arbeitende staatsanwaltschaftlich eingesetzte Spezialtruppe, die unkonventionell, skrupellos und mutig handelt, wenn Beweise beschafft werden müssen. In diese Handlungen eingebunden ist die Hauptfigur Julia, die einem groß angelegten Komplott auf der Spur ist und erkennt die Hintergründe dieser Verschwörung. Im Schardt-Verlag erschien Ende 2012 mit „Der Kalte Hauch der Rache” die Fortsetzung. Es ist mittlerweile Heidrun Bückers fünfter Kriminalroman. Ihr Ende 2014 mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren erschienener Thriller „Gnadenlos“ war bereits zwei Monate nach Erscheinen verkauft. Ihren achten Thriller, das 320 Seiten starke Buch „Tanz mit dem Teufel”, stellte die Autorin während der „Frauenkulurtage 2016” vor. Im Juni 2017 erschien ihr neunter Krimi-Thriller „Verlorene Spur” , dessen Handlung in Dorsten spielt, aber auch in exotischen Orten wie Luxor in Ägypten und in der Westbank in Palästina.


Siehe auch:
Literaten, lebend


Quellen:
Melanie Grau in WAZ vom 31. März 2010. – Autorisiert durch Heidrun Bücker (Juni 2011).

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