Bertram, Peter

Lehrer lobt in lyrischen Farben Veränderungen in Wulfen- Barkenberg

Peter Bertram; Foto: Elsenbroich

Peter Bertram; Foto: Elsenbroich

Geboren 1945; Lehrer und Lyriker. – Für ihn ist die Bezeichnung „Heimatdichter“ nicht abwertend, sagte er in einem Interview mit der Dorstener Zeitung, als er 2011 seinen neuen Gedichtband „Traumblüten 2“ im Heike Wenig-Verlag herausbrachte, ein Nachfolgeband von „Traumblüten“ aus dem Jahr 2000. Denn sich über politische Themen lyrisch auszulassen, täten bereits andere zu Genüge. „Ich schreibe halt lieber das auf, was um mich herum passiert.“

Um ihn herum ist Barkenberg, was er in seinem Gedicht „Mein Barkenberg“ und dessen Veränderungen deutlich zum Ausdruck bringt. Angelehnt an das Gedicht im ersten Band „Traumblüten“ hat er es für den zweiten Band verändert: „Beim Rest wird’s einen Rückbau geben / und auch viel Farb’ auf altem Grund. / Wir alle werden es erleben: / In Barkenberg wird vieles bunt.“ Gemeint ist der Abriss der Metastadt. Auch Wulfen, dem „trutziges Dorf in der Heide“ ist ein Gedicht gewidmet und der Tüshaus-Mühle: „Darum kommst du mal nach Deuten, / dann bestaun’ dies Monument, / das man bei den hiesigen Leuten / nur als Türhaus-Mühle kennt.“

Mitglied im Literarischen Arbeitskreis Wulfen

Nach einer durch eine schwere Krankheit bedingte jahrelange schöpferische Pause ist der 2001 frühpensionierte Lehrer wieder zum Schreiben gekommen und somit später als gedacht zum 2. Band „Traumblüten“. In dem Gedicht „Abschied“ erinnert sich der ehemalige Lehrer an der Matthäusschule in Wulfen an „viele schöne Jahre“, die er in dieser Schule verbrachte. Naturwissenschaften hat er unterrichtet, als Klassenlehrer auch Deutsch. Eine schwere Krankheit zwang in bereits 1999 zum Abschied vom Schuldienst, seit 2001 ist er Pensionär. Seit 20 Jahren gehört er dem Literarischen Arbeitskreis Dorsten an. „In dessen Werkstattarbeit habe ich viel gelernt“, zitiert Michael Klein in der DZ den Wulfener Poeten, der bekennt, dass er Schwierigkeiten mit moderner Dichtung habe. „Ich bin antiquiert, ich arbeite noch mit Reim und Versmaß.“ Das Ende der Wulfener Hauptschule sah er mit Bedauern:

Weil niemand kann in dieser Welt
Partei-Proporz besiegen,
muss man deshalb – so schwer es fällt –
der Ratsmehrheit sich fügen.


Siehe auch:
Literaten, lebend


Quellen:
Nach Michael Klein, DZ vom 10. Februar 2011. – Ute Hildebrand-Schute in der WAZ vom 10. Februar 2011.

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