Blinden-Stadtmodell

Dorsten in Bronze, damit Sehbehinderte die Stadt ertasten können

Kinder am Blindenstadtmodell; Foto: Klapsing-Reich (DZ)

Die vier Dorstener Lions-Clubs hatten angekündigt, anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Lions, der Stadt und vor allem den sehbehinderten Einwohnern und Besuchern ein bronzenes Blinden-Stadtmodell zu stiften. Die Kosten beliefen sich auf rund 32.000 Euro. Als Standort war die Recklinghäuser Straße zwischen Alten Rathaus und der Agathakirche vorgesehen. Der Stadtrat hatte dem Ende 2016 zugestimmt. Solche Blinden-Stadtmodelle gibt es bereits in vielen Städten u. a. auch in Haltern, Recklinghausen, Münster und Rothenburg ob der Tauber. Das Dorstener Modell baut Egbert Broerken nach rund 2000 Fotos von einzelnen Häusern und Straßen an, die der Modellbauer angefertigt hatte.
Das Modell wurde Anfang November 2017 von den Lions-Clubs am vorgesehen Platz zwischen dem Alten Rathaus und der Agathakirche in Anwesenheit des Stadtmodellkünstlers der Öffentlichkeit übergeben. Finanziert wurde das Blindenmodell von der vereinigten Volksbank Dorsten, der Sparkasse Vest Recklinghausen, den Dorstener Drahtwerken, vom Architekturbüro Thieken, vom Bauunternehmer Hütter und von Optik Schulte-Repel. Unterstützt haben das Projekt zudem der Altstadtfonds der Stadt Dorsten und das Betonwerk Voßbeck-Elsebusch (Sockel).

2020 abgebaut und an einem neuen Ort wieder aufgebaut

Ende März 2020 wurde im Zuge der Umbauarbeiten in der Fußgängerzone das Blindenmodell in Absprache mit den vier Dorstener Lions-Gruppen, die das Kunstwerk der Stadt zum Geschenk gemacht hatten, abmontiert und zur Südwestecke des Marktplatzes gebracht, wo es auf Dauer stehen soll, wenn nicht nach Jahren irgendeinem in der Stadtverwaltung einfällt, wieder einen neuen Platz zu suchen.

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