Baumann, Autohaus

Vor 50 Jahren mit Volvo gegründet – mittlerweile drei weitere Automarken

Hans, Luise und Ute Baumann sowie Oliver Sprungmann (v.l.); Foto: Ralf Pieper (DZ)

In Dorsten ist der Name Baumann untrennbar mit Automobilen verbunden. Firmengründer Hans Baumann machte allerdings seine Lehre in einem ganz anderen Bereich auf der Zeche „Fürst Leopold“ in einem ganz anderen Bereich. Nach Abschluss dieser Ausbildung wechselte er aber in die Automobilbranche und nahm eine zweite Lehre als Kfz-Schlosser bei VW Bergmann in Marl in Angriff. Nach dieser Ausbildung arbeitete er in verschiedenen Autohäusern im Kreis – immer mit dem Wunsch der Selbstständigkeit vor Augen. 1968 gingen gleich drei Wünsche in Erfüllung: Hans Baumann schloss seine Meisterprüfung ab und gründete sein eigenes Unternehmen. Mit großem Arbeitseinsatz baute Hans Baumann, tatkräftig unterstützt von seiner Frau Luise, den Tankstellen- und Werkstattbetrieb aus, den er am Ostwall pachtete. 1971 legte er mit dem Bau seines eigenen Autohauses an der Marler Straße den Grundstein für seinen Traum vom Autoverkauf. 1972 eröffnete er sein Volvo-Autohaus, eines der ersten Verkaufshäuser dieses Herstellers im Ruhrgebiet. Zwölf Jahre später wurde eine Filiale in Dortmund-Dorstfeld eröffnet. Baumann war einer der größten Volvo-Händler in Deutschland. Vor der Eröffnung einer dritten Filiale in Essen kündigte Volvo den Händlervertrag.

Zwei Autohäuser mit zuletzt vier Automarken gemeinsam aufgebaut

Im Jahr 2000 endete vorerst die Erfolgsgeschichte des Volvo-Autohauses. 2002 wurde das Autohaus in Dorstfeld verkauft. Nach der Kündigung durch Volvo führte Baumann das Autohaus ohne Bindung weiter, bis alle Mitarbeiter einen neuen Job hatten. Tochter Ute Baumann (Jg. 1968)  lernte bei der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im KFZ-Gewerbe (BFC) ihren zukünftigen Mann Oliver Sprungmann kennen. Damit begann die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte Baumann. Beide absolvierten ein Kurzstudium und nach erfolgreichem Abschluss als KFZ-Betriebswirte kehrten sie zusammen nach Dorsten zurück und gründeten die Automobile Baumann GmbH mit Mitsubishi als Partner. 2001 übernahm Oliver Sprungmann die kurz vor der Schließung stehende Ford Mohag-Filiale in Dorsten und gründete die Mohag Automobile Sprungmann GmbH. Ute Baumann und Oliver Sprungmann arbeiteten gemeinsam am Ausbau ihrer beiden benachbarten Autohäuser an der Marler Straße. 2004 kam als zweite Marke Kia hinzu und durch die Übernahme von Volvo durch Ford kehrte im Autohaus Sprungmann der verlorene Sohn Volvo zurück. Mit vier sehr verschiedenen Marken – Mitsubishi, Kia, Ford und Volvo – bieten die zu einer Familie gehörenden Autohäuser Baumann und Sprungmann Fahrzeuge an. Heute sind 40 Mitarbeiter bei Baumann und Sprungmann tätig (Stand 2018). Das Autohaus Baumann förderte stets den Dorstener Sport, so dass im Jahr 2015 die Juliussporthalle in „Kia-Baumann-Arena“ umbenannt wurde.


Quelle: Nach Ralf Pieper in DZ vom 19. Dez. 2018

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