Außenkreuzweg

14 Tafeln der Künstlerin und Nonne Tisa von der Schulenburg (Sr. Paula)

Station; Foto: Wolf Stegemann

Station des Außenkreuzwegs; Foto: Wolf Stegemann

Reproduktionen der 14 Stationen des Kreuzwegs, den die Dorstener Künstlerin Tisa von der Schulenburg (Sr. Paula OSU) 1970 für Fenster der Münster-Gievenbecker Kirche St. Michael geschaffen hatte, wurden 2013 auf große Rauchglas-Platten gedruckt und als knapp anderthalb Kilometer langer Außenkreuzweg an verschiedenen Häusern längs der Grabengassen rund um die enge Innenstadt Dorstens an Häuserwänden montiert.

Pfarrer Ulrich Franke (St. Agatha) segnete die Stationen kurz vor Ostern 2013. Für ihn ist dieser Kreuzweg ein „Zeichen der Eigeninitiative und des Glaubens“ gemäß des Mottos der St. Agatha-Gemeinde „Wir stehen hier mitten in der Stadt und mitten im Leben“. – Die 50 x 70 Zentimeter großen Glastafeln wurden von Sponsoren gestiftet (7.500 Euro) haben die großen Glastafeln gekostet. Es sind enge Gassen, die zum Rundgang und zum Verweilen an den einzelnen Stationen einladen. Gläubige haben den Blick sowohl auf den leidenden Jesus in seiner Einsamkeit, aber auch auf Hinterhöfe, Hausmauern und den Straßenverkehr. Der Betrachter steht mit seinem Gebet im geschäftigen Alltag. Er erlebt die Passionsgeschichte inmitten des lärmenden Lebens – sichtbar und gegenwärtig. Das Thema der 14 Kreuzwegstationen hat immer wieder die schöpferische Fantasie von Künstlern Tisa von der Schulenburg angeregt, um das Leiden Christi mit ihren Mitteln auszudrücken. – Diebe montierten Mitte August 2013 eine Tafel ab und entwendeten sie. Zwei Tage darauf wurde sie im Gebüsch wieder aufgefunden. Es war die 13. Station.

Mitte 2017 wurden die Stationsbilder des Außenkreuzwegs vom Förderverein St. Agatha abmontiert und die Schrift auf den Tafeln lesbarer gestaltet.


Siehe auch:
St. Agatha
Tisa von der Schulenburg – Leben & Werke

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