Zigarettenstummel

Achtlos weggeworfene Kippen machen der Stadt Probleme

Die neu im oberen Bereich neu gepflasterte Lippestraße, in der Bänke Passanten zum Verweilen einladen, wurde mittlerweile stark mit Zigarettenstängeln beschmutzt. Daher setzte die Stadtverwaltung mehr Ordnungskräfte ein, die in flagranti erwischte Zigarettenwegwerfer mit Bußgeldern belegen können. Wer auf frischer Tat ertappt wurde, zahlte bisher zehn Euro, Wiederholungstäter bis 25 Euro. Das war einmal. Die Stadt hat ihren Bußgeldkatalog 2020 überarbeitet. Kleine Umweltsünden werden jetzt mit hohen Bußgeldern belegt. 100 Euro kostet es etwa, wenn man eine Zigarettenkippe achtlos auf den Boden oder ins Baumbeet wirft und dabei erwischt wird. Die Zigarettenstummel stellen ein großes Problem für die Umwelt dar: Der Abbau der Filter kann bis zu 15 Jahre dauern. Außerdem enthalten sie Schadstoffe wie Kupfer, Arsen und Blei. Das belastet Böden und Grundwasser. Die Stadtverwaltung testet, ob  mit einem Straßensauger die Verschmutzung durch Zigarettenstummeln wieder behoben werden kann.
Bänke laden in den Innenstadtstraßen zum Verweilen und Rauchen ein. Doch wohin mit den Kippen? Auf der Straße austreten, wie bisher? Doch es gibt auch findigere Raucher, welche einen Sicherheitspoller in der Essener Straße als Aschenbecher entdeckt hatten. Wegen der Bauarbeiten konnte der Poller nicht eingefahren werden. Die Poller erfüllen eigentlich nur einen Zweck: Menschen, die in terroristischer Absicht in die Fußgängerzone in der Altstadt mit Fahrzeugen hineinfahren wollen, sollen so von ihrem Tun abgehalten werden. Ingesamt schützen 46 vollautomatisierte Poller die Zufahrtsstraßen in der Innenstadt. Obwohl sich an den neu angebrachten Papierkörben in der Fußgängerzone extra eingebaute Aschenbecher befinden, liegen nach wie vor auf allen Fußgängerstraßen und Wegen auch run um diese neuen Abfallbehälter in der Innenstadt achtlos weggeworfene Zigarettenkippen.


Quelle: DN vom 31. Jan. 2020 (unteres Foto entnommen).

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