Wegesin, Ludwig

„Der Dirigent bevorzugte satte, fließende Harmonien“

Ludwig Wegesin

Dirigent und Kirchenmusiker Ludwig Wegesin; Foto: Homepage Wegesin

Geboren 1964 in Steinheim/Westfalen; Kirchenmusiker. – Von 1990 bis 2001 war der Kantor als Organist an der katholischen St. Agathakirche tätig sowie als Dozent für das C-Examen im Bistum Münster (Orgel, Klavier, Harmonielehre, Gehörbildung). Sein Studium an der Kirchenmusikschule Aachen und an der Musikhochschule Detmold, Abteilung Dortmund, schloss er mit dem Kantoren-Examen der katholischen Kirchenmusik und der Reifeprüfung im Fach Orgel ab. Wegesin hat sich stets weitergebildet und sich in den Bereichen Chor- und Orchesterleitung spezialisiert. Aktive Fortbildungen bei Helmuth Rilling in Stuttgart und bei Julius Asbeck, dem ehemaligen Chordirektor am Theater Gelsenkirchen und am Festspielhaus in Bayreuth, haben den Grundstein für seinen Werdegang gelegt.

Lehrbeauftragter für kirchliche Chormusik

Von 1987 bis 1990 war er Chorleiter und Organist an der historischen Johann Patroclus- Möller-Orgel der Abtei Marienmünster und von 1990 bis 2001 Kantor in Dorsten. Seit März 2001 ist Ludwig Wegesin hauptamtlich Kantor und Chorleiter am Ludgerus-Dom zu Billerbeck/Westfalen, seit dem Sommersemester 2003 auch Lehrbeauftragter für kirchliche Chormusik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und somit Leiter des Motettenchors der dortigen „Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde“.

Er bevorzugt satte, fließende Harmonien

Seit dem Jahre 2001 besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Chefdirigenten des Staatssinfonieorchesters Kaliningrad, Arkadi Feldmann. Diese Zusammenarbeit umfasst die Einstudierung und Aufführung verschiedener Werke sowohl im reinen Orchesterbereich als auch auf chorsinfonischem Gebiet. Neben anderen Orchestern arbeitete Ludwig Wegesin mit der Philharmonie Südwestfalen, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Philharmonia Hungarica, der Sinfonietta Hungarica, der Konzertvereinigung Düsseldorf und dem Folkwang Orchester Essen. Die Dorstener Zeitung schrieb am 17. November 1998 über Wegesins Dirigat (Auszug):

„Wegesin wählte mit seiner Interpretation einen anderen Weg: das Tröstliche, Hoffnung gebende der ausgewählten Bibeltexte bestimmt seine Deutung offenbar entscheidend. Obwohl sehr weich im Ausdruck, was sie auf ihre Art ebenso weit entfernt von Opas Plüschbrahms wie die klangliche Stahlskelettbauweise jüngerer Richtung. Gegensätze wurden eher gemildert, mächtige Steigerungen […] vollzogen sich nicht als erschreckender Ausbruch sondern als gleichmäßig ansteigende Welle, deren Kraft jedoch nicht weniger überwältigend wirkte.“

Am 5. April 2009 veröffentlichte die „Münstersche Zeitung“:

„Ludwig Wegesin dirigierte einfühlsam. Übertriebene Gesten waren seine Sache nicht, er bevorzugte satte, fließende Harmonien. Die ganze Pracht seiner Musiker entfaltete sich in der Eingangsszene und im Schlusschor. Die Chöre bewiesen große Wandelbarkeit, zwischen schwebenden Chorälen und rasanten Zornesausbrüchen gelangen ihnen alle Stimmungen.“


Siehe auch:
Musiker


Quellen:
Nach Homepage Wegesin (2011). – Homepage Bach-Chor Dorsten (2011). – Homepage Modettenchor Münster (2011).

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