Balbina, David

Mitgründer der argentinischen Rockband „Argies“ seit 2014 in Dorsten

Die agentinische Rockband "Argies" mit Dorstens Neu-Bürger Davif Balbina (Vorne, MItte)

Die argentinische Rockband „Argies“ mit Dorstens Neu-Bürger David Balbina als Sänger und Gitarrist (Mitte)

Geboren 1967 in Argentinien; Sänger und Gitarrist. – Wer an Argentinien denkt, dem fallen vielleicht Patagonien und Feuerland ein, vielleicht saftige Rindersteaks, der Fußballer Maradona oder den Älteren auch die schöne Frau Evita des Diktators Peron und das 1977 entstandene Webber-Musical „Evita“, in dem der Song „Don’t Cry for Me Argentina…“ Furore machte. Während des Falklandkriegs wurde der Song 1982/83 ausgiebig im Radio gespielt. Ein Jahr nach Beendigung des Kriegs entstand im argentinischen Rosario, der Heimatstadt von Che Guevara, aus Freude über das Ende der argentinischen Junta die Punkrock-Ska-Band „Argies“ mit Reggae-Elementen. Der Name ist ein englischer, häufig abwertend gemeinter Spitzname für Argentinier, der von den englischen Soldaten während des Falkland-Kriegs ausgiebig verwendet wurde, ist in Wikipedia nachzulesen. Anders als die meisten Bands, die feste Mitglieder haben, arbeitet „Argies“ als Genossenschaft unabhängiger Musiker. Jedes Mitglied, das in die Band kommt, spielt bis zu seiner persönlichen und freien Entscheidung zu gehen und hilft, eine kulturelle Bewegung im Laufe der Jahre zu schaffen. Aufführungen gab es bisher in 43 Ländern. Unter den vier Gründern befand sich der Sänger und Gitarrist David Balbina, der als einziger der Gründer immer noch der Band angehört. Er ist daher der, welcher der Band sichtbar sein Gesicht gegeben hat. Seit 2014 wohnt der Vollblutmusiker in Dorsten.

1000 Auftritte in 43 Ländern absolviert – auch mit den „Toten Hosen“

Erinnert er sich an die damalige Zeit, dann kommt ihm vieles in den Sinn. Zur Musik kam David Balbina als 13-Jähriger durch seinen großen Bruder, der das Interesse für Punk-Rock aus Brasilien mitgebracht hatte. Der junge Balbina saß dann mit seinen drei Musikerfreunden Alejandro Sinister, Gustavo Pankozo und Hector Pampa zuerst am Schlagzeug, sang dann auch und haute in die Saiten der Gitarre. Nach ihrem eher mäßigen Erfolg in Lateinamerika wurde die Gruppe im Jahr 2002 von der Düsseldorfer Band „Die Toten Hosen“ auf einem Konzert in Buenos Aires entdeckt und spielte in Folge als Vorgruppe der Band bei mehreren Konzerten in Argentinien und Österreich. Daraufhin spielten sie bei einigen Punk-Festivals in Europa und wurden in der Szene populär. Insgesamt absolvierten die „Argies“ zwischen 1996 und 2015 mehr als 1000 Auftritte in 43 Ländern, davon rund 800 in Europa: Deutschland, Holland, Tschechien, Bulgarien, Polen, Ungarn, Frankreich, Jugoslawien, Portugal, Schweiz, Slowakei, Kroatien, Spanien, Italien u. a. In dieser Statistik werden jedoch nicht die zahlreichen Benefizkonzerte mitgerechnet, die sie zugunsten am Down-Syndrom leidender oder obdachloser Kinder veranstalteten.

In Essen hatte David Balbina die große Liebe seines Lebens gefunden. 2013 entschied er sich, zu seiner Lisa zu ziehen und zu bleiben. Ein Jahr später zog er mit ihr und seiner Tochter Sofia nach Dorsten, wo er sich „pudelwohl“ fühlt, wie er der „Dorstener Zeitutung“ sagte.

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