Winkler, Franz

Den BVH trainiert – Internationaler Fußball in Holsterhausen

1925 in Holsterhausen bis 2010 in Dorsten; Fußballtrainer. – Eine lokale Fußballlegende ist Franz Winkler jun. („Franek“), der seine Sportkarriere 1938 in der Holsterhausener C-Jugend begann. Das sportliche Handwerkszeug sah er seinem Vater (geboren 1902 in Holsterhausen) ab, der zeitweise Spielführer beim BV Holsterhausen war. Franz Winkler trainierte den BVH-Holsterhausen1942 zum Militär eingezogen, überlebte er das Kriegsende in Berlin und machte sich von dort zu Fuß auf den Weg nach Holsterhausen. Er fand Arbeit in der Teppichweberei Schürholz. Bis 1954 spielte Franz Winkler in der ersten Mannschaft des BVH als Halbstürmer, dann wechselte er zu Blau-Weiß-Wulfen, doch schon 1957 holte ihn der damalige Vorsitzende Willi Salamon als Trainer zum BVH zurück. Die Mannschaft stieg in die Kreisliga auf (1961), dann in die Landesliga (1962) und danach in die Verbandsliga, der höchsten Amateurklasse. Die Zuschauer strömten in Scharen und die BVH-Fußballer blieben in über 30 Heimspielen hintereinander ungeschlagen. Als „hervorragender Amateurverein“ spielte der BVH unter Winkler auch im Ausland und in der DDR. Zahlreiche Spitzenmannschaften kamen nach Holsterhausen auf den Waldsportplatz, darunter Schalke 04, Preußen Münster und Rot-Weiß-Essen.

Daneben war Franz Winkler Übungsleiter für die Jugend in Gelsenkirchen und stand in engem Kontakt zum Cheftrainer des Deutschen Fußballbundes, Dettmar Cramer. Auch war Franz Winkler Trainer von Tura Bergkamen, VfL Schwerte, Gelsenkirchen 07, TSV Marl-Hüls, Tura Wanne-Eickel und Hansa Scholven. Das Angebot, Jugendtrainer bei Schalke 04 zu werden, lehnte er ab (siehe Sportwesen).


Siehe auch:
Sportler

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