Sparkassen-Stiftungen

Drei Fördereinrichtungen im Vest: Umweltschutz, Kultur, Heimatpflege

Garten der Bio-Station Dorsten

Garten der Bio-Station Dorsten, die auch von der Sparkassen-Umweltstiftung gefördert wird

Über 10.000 Stiftungen gibt es in Deutschland, darunter mehr als 500 Stiftungen der Sparkassen, deren Anfänge zum Teil bis in das 19. Jahrhundert zurückreichen. Die Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe halten zusammen ein Kapital von rund 800 Millionen Euro und schütten jährlich über 44 Millionen Euro für alle Bereiche des öffentlichen Lebens aus. Mit gleich drei dieser Stiftungen ist die Sparkasse Vest in der Region präsent. Die älteste dieser drei Stiftungen ist die 1985 von der Stadtsparkasse Recklinghausen gegründete „Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur sowie der Heimatpflege und Heimatkunde im Gebiet der Stadt Recklinghausen“, in deren Zentrum die Anschaffung von Skulpturen im öffentlichen Raum sowie von Kunstwerken steht, die der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Zu erwähnen ist die Unterstützung von Ankäufen für das 1956 gegründete Ikonen-Museum Recklinghausen als bedeutendstem Museum ostkirchlicher Kunst außerhalb der orthodoxen Länder. So konnten beispielsweise die äußerst seltenen Ikonenmotive „Die Hochzeit zu Kanaan 1996 sowie eine „Ikonostasen-Ikone“ für die feste Ausstellung des Ikonen-Museums erworben werden. Auch der 1948 als erster nach 1945 von einer Kommune ausgeschriebene Kunstpreis „junger westen“ profitierte von der Stiftung. Die angekauften Werke zahlreicher Preisträger – darunter Karl Otto Götz und Emil Schumacher, HAP Grieshaber, Erich Hauser und Gerhard Richter, in jüngster Zeit Matthais Mansen, Ulrich Genth und Peter Piller – bilden den Sammlungsschwerpunkt der „Kunsthalle Recklinghausen“.

Kultur, Stadtgeschichte, Umwelt in Castrop-Rauxel

"Hochzeit von Kanaan" im Ikonen-Museum

„Hochzeit von Kanaan“ im Ikonen-Museum

1994 folgte die Gründung der heutigen „Sparkassenstiftung Castrop-Rauxel für Kultur, Wissenschaft und Umwelt“. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kunst und Kultur, der Wissenschaft und Forschung und des Umwelt- und Denkmalschutzes in Castrop-Rauxel. Eine dreieinhalb Meter hohe Edelstahlplastik der heimischen Künstlerin Annette Seiler ist die erste Anschaffung. Die Skulptur wurde am Bennertor-Platz in der Altstadt Castrop aufgestellt und konnte am 28. Juni 1996 der Öffentlichkeit übergeben werden. In der Form ihrer Plastik will die Künstlerin die Funktion des früheren Standortes als tragendes Element für die wirtschaftliche Entwicklung von Castrop-Rauxel zum Ausdruck bringen. Weitere Beispiele der Förderung sind Publikationen zur Stadtgeschichte und -erkundung sowie bauliche, renovierende und modernisierende Maßnahmen gesellschaftlich bedeutender Stätten wie des Castrop-Rauxeler „Stadtgartens“, des „Amphitheaters“ der Griechischen Gemeinde oder des Ernst-Barlach-Gymnasiums.

Natur- und Umweltschutz im gesamten Vest

Ebenfalls 1994 wurde die „Stiftung der Kreissparkasse Recklinghausen zur Förderung des Natur- und Umweltschutzes“ ins Leben gerufen. Mit der Unterstützung zahlreicher Projekte an Kindergärten und Schulen zur Errichtung von Naturerlebnisgärten oder Biotopen wird besonders die Umwelterziehung gefördert. Zuschüsse für örtliche Umwelt- und Naturschutzorganisationen helfen bei der Anlage von Streuobstwiesen und Renaturierungsprojekten. Ausstellungen werden ebenso wie Vortragsveranstaltungen und Wettbewerbe unterstützt. Beispiele sind die Unterstützung der Biostation in Dorsten-Lembeck (2015: Nesthilfe für Uhus) und die regelmäßige Förderung des BUND-Naturerlebnisgartens in Herten. Die Lippewiesen in Datteln wurden mit Hilfe der Stiftung zu einem funktionierenden Sumpfgebiet umgestaltet, das nicht nur Lebensraum für bedrohte Pflanzen- und Tierarten, sondern auch Erholungsraum für die Menschen ist.


Quelle:
„150 Jahre Sparkasse Vest Recklinghausen. Gut für die Region“, hgg. von der Sparkasse 2005.

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