Solarstrom

Mehrere Freiflächenanlagen in Dorsten geplant - eine große in Wulfen

Solarfeld auf der ehemaligen Mülldeponie in Wulfen

Ein großes Solarfeld entsteht auf der ehemaligen Mülldeponie in Wulfen

Solaranlagen auf Dächern gehören schon seit Jahren immer mehr zum Stadtbild. Im Planungsausschuss wird nun über so genannte Freilandanlagen beraten. Die Spedition Delsing, das Wohnzentrum Wulfen, das Atlantis-Bad und das Schulzentrum Pliesterbecker Straße – die Flächen ihrer Dächer werden längst genutzt für die Gewinnung von Sonnenstrom. Weil geeignete Gebäude knapp werden, rücken nun Freiland-Anlagen ins Visier von Investoren. Über ihre Genehmigungsfähigkeit haben der Rat der Stadt bzw. seine Ausschüsse zu entscheiden. Erklärtes Klimaziel der Stadt Dorsten ist, bis 2020 die Energiegewinnung aus Windkraftanlagen um 15 Prozent aufzustocken.

Der Stadt größte Freiflächensolaranlage in Wulfen

Der größte Solarpark der Stadt entstand auf dem Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie in Wulfen zwischen Pörtnerskamp, Wienbachstraße und „Auf der Koppel“, nachdem etliche bürokratische Hürden genommen waren, so der Betreiber, die Dorstener Energiegenossenschaft (DEG). Die Photovoltaikanlage verfügt über 3.880 Solarmodule, hat eine jährliche Leistung von 994 Kilowatt-Peak oder 940.000 Kilowattstunden. Damit können 270 Einfamilienhäuser mit Strom versorgt werden. Die 174 Anleger der Energiegenossenschaft investierten 1,2 Millionen Euro. Der jährliche Ertrag für die 174 Anleger der Energiegenossenschaft summiert sich auf mindestens 83.000 Euro. Eine sonnige Rendite. Als Ausgleichmaßnahme für den Naturraubbau in Wulfen musste der Investor rund 2.500 Quadratmeter Hecke in Rhade pflanzen (siehe Solarsiedlung Koldenfeld; siehe Klima-Bündnis; siehe Solardach-Kataster).

Vergütungssätze: Ab dem 9. März 2012 erhalten Kleinanlagen bis 10 Kilowatt Leistung 19,5 statt bisher 24,43 Cent je eingespeiste Kilowattstunde. Bei Modellen bis 100 KW sind es 16,5 Cent (bisher 23,23). Anlagen bis zehn Megawatt Leistung bekommen statt 18,33 noch 13,5 Cent. Für Freiflächenanlagen sinkt die Vergütung im Laufe des Jahres von 17,94 auf 12,30 Cent.


Quelle:
Martin Ahlers „Solarstrom aus der Fläche“ in WAZ vom 7. Oktober 2011.

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