Skibbe, Michael

DFB-Trainer gründete in Wulfen eine Familie und zog nach Frankfurt

Geboren 1965 in Gelsenkirchen; Profi-Fußballspieler. – Skippe wohnte bis 2002 in Wulfen, wo er eine Familie gründete. Er spielte zuerst bei der SG Wattenscheid 09, später beim FC Schalke 04. Aus gesundheitlichen Gründen musste er die aktive Spielerlaufbahn beenden und wurde 1998 Trainer des Bundesliga-Vereins Borussia Dortmund und ein Jahr später reduzierte er die Tätigkeit auf die Koordination des Nachwuchses der Borussen, wurde Bundestrainer und brachte zusammen mit Rudi Völler die Nationalmannschaft zu ihrem sensationellen Erfolg in Japan und Korea. Er war beim Deutschen Fußballbund (DFB) als ranghöchster DFB-Trainer der A-Nationalmannschaft und koordinierte den Nachwuchs. 2002 zog er von Wulfen nach Frankfurt. Zuvor trug er sich noch ins Goldene Buch der Stadt Dorsten ein.

Der Fußballer wurde mit intimen Fotos um Geld erpresst

Bundestrainer Michael SkippeIm Jahre 2007 erpresste eine 33-jährige Polizeibeamtin aus Velbert zusammen mit ihrem spielsüchtigen Freund den Fußballer mit intimen Fotos. Sie wollte 160.000 Euro dafür haben. Die Fotos befanden sich auf dem Handy des Trainers, dessen Auto 2006 aufgebrochen und u. a. das Handy gestohlen worden war. Der 26-jährige Freund der Polizistin kaufte es als Hehlerware. Bei der Geldübergabe trat das Erpresserpaar von der Tat zurück und ließ am Übergabeort das Geld liegen. Im Strafprozess vor dem Düsseldorfer Landgericht gestand die suspendierte Polizeibeamtin, dass sie das Handy des prominenten Bayer-Leverkusen-Trainers von ihrem Freund bekommen hätte. Die Fotos habe sie als Chance gesehen, sich aus einer Notlage zu befreien: Ihr Lebensgefährte habe zu dem Zeitpunkt Spielschulden in sechsstelliger Höhe gehabt. Als ihr Freund und ihre gemeinsame Tochter von dem obskuren Gläubiger deswegen bedroht worden seien, sei man spontan auf die Idee gekommen, den Prominenten mit der Veröffentlichung der Fotos zu erpressen. Mit dem Geld sollten die Schulden bezahlt werden. Das Gericht bewertete das Liegenlassen des Geldes als freiwilligen Rücktritt von der Erpressung und sprach das Pärchen frei, lediglich der Angeklagte wurde wegen Hehlerei bestraft und musste seine Spielsucht therapeutisch behandeln lassen.


Siehe auch:
Sportler

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