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Nackte Tatsachen im städtischen Atlantis-Bad

Schmunzeln bei den einen und Ärger bei anderen löste aus, als Mitte 2011 bekannt wurde, dass im städtischen Atlantis-Bad vor telegenen Kulissen und TV-Kameras Mädchen sich bei lasziven Bewegungen mit Selbststreichel-Einheiten auszogen. Die Videoclips waren dann im Nachtprogramm des Fernsehsenders Sport-1 zu sehen. Dass die Kulissen das Dorstener Bad darstellten, fiel einem Fernseh-Zuschauer aus Dorsten auf, der das erotische Treiben im leeren Bad über die „Dorstener Zeitung“ öffentlich machte. Sehr zum Verdruss der kommunalen Bädergesellschaft, denn das Bad wird als Familienbad von der Stadt Dorsten betrieben. Ansonsten wurde mehr oder weniger über die nackten Tatsachen geschmunzelt, nicht nur in den Cafés, sondern auch in den Fluren des Rathauses. Die Frage, ob da nun heimlich oder mit Genehmigung gedreht wurde, für oder ohne Schmiergeld – an wen auch immer – interessierte letztlich den Betreiber, für den die Veröffentlichung in der Lokalzeitung ziemlich peinlich gewesen sein dürfte, ganz gleich, ob ein rechtliches Nachspiel folgen sollte. Geschäftsführer Reinhard Plettenberg: „Wir sind ein Familienbad und haben überhaupt kein Interesse daran, in eine Schmuddelecke gedrängt zu werden.“ Daher wurde auch nur einmal eine Genehmigung erteilt, einen Musik-Clip im Atlantis-Bad zu drehen. Bei den Dreharbeiten waren allerdings keine Mitarbeiter des Bades anwesend. Bürgermeister Lütkenhorst drohte rechtliche Schritte gegenüber dem Musikproduzenten an, sollte mehr gedreht worden sein, als Musik-Clips. Auch befasste sich der Rat der Stadt mit der Angelegenheit. Dem Geschäftsführer u. a. wurde schließlich auch wegen anderer Gründe gekündigt.


Siehe auch:
Sexualität


Quellen:
Stefan Diebäcker „Sexy Clips im Atlantis“ in DZ vom 19. Juli 2011. – Ders. „Musikproduzent unter Verdacht“ in DZ vom 20. Juli 2011.

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