Schulwesen IV

Anmeldungen 2016: GS Wulfen und St. Ursula-Schulen weiterhin im Trend

I-Männchen; Foto: R. Scheidemann

I-Männchen; Foto: R. Scheidemann

Nicht alle Eltern können ihre i-Männchen an ihrer Wunsch-Grundschule unterbringen. So wird die Albert-Schweitzer-Grundschule im Dorf Hervest an der Glück-Auf-Straße voraussichtlich fünf Kinder ablehnen müssen. 61 Kinder wurden angemeldet, nur 56 wird die Albert-Schweitzer-Schule aufnehmen können. Unter den angemeldeten Kindern befinden sich Kinder, die nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft ihrer Grundschule im Dorf Hervest wohnen. 16 Anmeldungen hat es aus dem Bereich der Augustaschule Hervest, zwei von Kindern aus dem Bereich der Antoniusschule Holsterhausen und eine von einem Kind aus dem Bereich der Pestalozzischule Hardt gegeben.

Zuerst Kinder aus nahegelegenen Wohnbezirken

Bei der Auswahl der Schüler werden verschiedene Gegebenheiten beachtet: Priorität haben Kinder aus den nahegelegenen Wohngebieten, dann werden Geschwisterkinder berücksichtigt und schließlich Kinder, die aus anderen Ortsteilen zur Albert-Schweitzer-Grundschule kommen sollen. Dass Eltern ihre Kinder in Schulen weiter weg liegender Wohngebiete anmelden, ist statthaft, denn es gibt die früher geltenden Schuleinzugsbezirke nicht mehr. So wurden beispielsweise in der Wilhelm-Lehmbruck-Grundschule in Östrich auch Kinder aus Wulfen angemeldet.

2017 werden 26 Grundschul-Eingangsklassen gebildet – vielleicht sogar 27

Die Pestalozzi-Schule auf der Hardt und die Albert-Schweitzer-Schule im Dorf-Hervest sind 2017 in Not. Sie werden randvolle i-Männchen-Klassen mit bis zu 20 Kindern haben. Es sei denn, es kommen noch zwei Kinder zu den 608 angemeldeten Kindern hinzu. Dann kann eine 27. Eingangsklasse gebildet werden, was die Lage der 26 jetzigen entschärfen würde. Denn das Schulgesetzwürde dann diese Aufstockung erlauben. Das nächste Problem wäre dann allerdings, in welcher der beiden Schulen eine weitere Klasse gebildet werden würde. Denn der Albert-Schweitzer-Schule mit 61 Anmeldungen würde der notwendige Klassenraum fehlen. Als Ausweiche böte sich die zwei Kilometer entfernte Augustaschule an der Halterner Straße an, die dann mit der Pestalozzischule mit ihren 51 Anmeldungen in Konkurrenz um eine neue Klassenbildung treten würde. Schulverwaltung und Schulausschuss einigten sich Ende Dezember 2016 darauf, den Anmeldetermin auf den 31. März 2017 zu verlängern.

2019: Grundschulen mit 613 Erstklässern und 25 Eingangsklassen

Für das Schuljahr 2019/20 sind in Dorsten 613 Erstklässer am Start in das Schulleben, die 26 Eingangsklassen bilden. Die Agathaschule, die nach den Sommerferien 2019 vom Voßkamp an den neuen Standort am Nonnenkamp umziehen wird, wird mit 82 Schulneulingen die zahlenmäßig größte Dorstener Grundschule werden und als einzige mit vier ersten Klassen am Start sein. Neben der Don-Bosco-Schule gibt es bei einer weiteren Schule bei der Zahl der Klassen Änderungen: Die Pestalozzischule auf der Hardt hat bei den Anmeldungen für das erste Schuljahr 2019/2020 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 70 auf 55 Kinder zu verzeichnen und startet mit zwei statt drei Zügen. Die Anmeldezahlen: Agathaschule: 82 Schüler in 4 Klassen; Agatha-Teilstandort Altendorf-Ulfkotte: 26 Schüler in 1 Klasse; Albert-Schweitzer-Schule: 57 Schüler in 2 Klassen; Antoniusschule: 76 Schüler in 3 Klassen; Antonius-Teilstandort Bonifatiusschule: 44 Schüler in zwei Klassen; Augustaschule: 45 Schüler in 2 Klassen; Don-Bosco-Schule: 29 Schüler in 1 Klasse; Grüne Schule: 61 Schüler in 3 Klassen; Pestalozzischule: 55 Schüler in 2 Klassen; Urbanusschule: 37 Schüler in 2 Klassen; Wilhelm-Lehmbruck-Schule: 29 Schüler in 1 Klasse; Lehmbruck-Teilstandort Deuten: 15 Schüler in 1 Klasse; (jahrgangsübergreifend); Wittenbrinkschule 56 Schüler in 2 Klassen (Stand Ende 2018, Quelle: DZ vom 15. Dez. 2018).

Laut Schulgesetz NRW dürfen maximal 29 i-Männchen in eine Schuleingangsklasse gehen. Wenn danach Klassen größer oder kleiner werden, hat das individuelle Gründe: Zuzüge, Zurückstufungen von Kindern, Schulwechsel. Darauf können weder die Stadt als Schulträger noch die Schulleitungen Einfluss nehmen. Wie viele Klassen eine Stadt bilden darf, legt die „kommunale Klassenrichtzahl“ fest. Für deren Ermittlung wird die i-Männchen-Zahl einer Kommune durch 23 geteilt. Das ergibt in Dorsten derzeit rund 26,6 Klassen. Es wird aufgerundet.

Auch Schulen der Nachbarorte werden von Dorstenern besucht

Auch die beiden Hauptschulen, Dietrich-Bonhoeffer-Schule Holsterhausen und Geschwister-Scholl-Schule Hardt, brauchen um ihr Überleben, sollte es von Anmeldungen abhängig sein,  nicht zu bangen: 28 Kinder sind es auf der Hardt, 24 in Holsterhausen. Erfahrungsgemäß wechselt ein Teil der Viertklässler aus Rhade und Lembeck in die Schulen der Nachbarorte. Für Lembecker Kinder ist die Sekundarschule Reken eine Option, Rhader und Lembecker Kinder blicken womöglich auch zur geplanten Gesamtschule in Raesfeld (hat sechs Anmeldungen aus Dorsten vorliegen) oder zum Gymnasium Remigianum in Borken bzw. Gymnasium Maria Veen in Reken.


Siehe auch:
Schulen


Quellen:
DZ vom 23. Febr., 5. und 17. Dez. 2016 sowie vom 22. Januar 2018.

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