Moers, Edelgard

Ihr Anliegen ist es, Kinder und Erwachsene zum Schreiben zu animieren

Edelgard Moers mit James Kruess

Edelgard Moers mit dem Autor James Kruess; Foto: entnommen Internet

Geboren 1950 in Gelsenkirchen-Buer; Lehrerin und Schriftstellerin in Dorsten. – Sie studierte Lehramt für die Grund- und Hauptschule, war ab 1977 Grundschullehrerin in Dorsten, bis sie 1993 in die Lehrerausbildung (Universität Dortmund, Fachleiterin im Studienseminar) wechselte. Sie promovierte zum Thema „Kinder und Literatur“. Dr. Edelgard Moers schreibt seit 1985 Erzählungen und Gedichte, Märchen und Sagen, Lieder und Theatertexte, zudem Fachbücher für Lehrer/Lehrerinnen und didaktisches Material für den Sach- und Sprachunterricht (Paletti, Klaro, Deutsch- und Rechtschreiben, Schiebefix, Geschichtenwerkstatt), des Weiteren Beiträge für Schulbücher. Die Autorin „engagiert sich für die Errichtung von Schreibwerkstätten (beispielsweise mit dem Motto: ,Arbeitswelt aufs Papier bannen’) und versucht damit, Kinder, Jugendliche, sowie Erwachsene aller Altersklassen, unabhängig vom sozialen Status, zum Schreiben zu animieren. Ihr Ziel ist es zu vermitteln, dass Schreiben vor allem Freude bereiten kann“ (Lexikon westfälischer Autoren 1750-1950). Für Ihre Arbeit wurde sie 1994 von der Wilhelm-Dröscher-Stiftung in Dorsten ausgezeichnet. Dr. Edelgard Moers ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und seit 2002 Vorsitzende des Heimatbundes der Herrlichkeit Lembeck und Dorsten.

Moers-TitelWerke (Auswahl): „Kinder und Literatur – Chancen einer ganzheitlichen Begegnung in der Grundschule“, Athena Oberhausen 2001. – „Fit für die Schule: Lerntraining. Logisch denken 1. und 2. Klasse“, Tessloff: 2001. – „Informierendes Lesen“,  Cornelsen Scriptor Berlin 2004. – „Lesestrategien fördern. Ein systematisches Training zu verschiedenen Textsorten in der Grundschule. Erzähltexte“ (Bd.1 und 2), Auer Verlag Donauwörth 2007/2009.  „Dorstener Geschichten“ (Hg), Verlag Heike Wenig Dorsten 2000. – „Neue Dorstener Geschichten“ Heike Wenig Verlag Dorsten 2002.  – „Der Weg der Embacher“ (eigene Familiengeschichte), Heike Wenig Verlag Dorsten 2002. – „Andere Dorstener Geschichten, Über Zerstörung und Aufbau, Über Trauer und Hoffnung, Über Angst und Mut, Über Reales und Gespenstisches“, Dorsten 2005.
Zusammen mit Heike Wenig gab sie im Oktober 2014 den inzwischen 4. Band der „Dorstener Geschichten“ heraus, zu dem die beiden Herausgeberinnen rund 50 Geschichten und Histörchen, Erzähltes, Überliefertes aber auch Erfundenes zusammengetragen haben. „Der Lutheraner“ heißt ihr erste Roman, den Edelgard Moers schrieb und der Ende 2014 im Heike Wenig-Verlag erschienen ist. In dem 230 Seiten starken Werk widmet sich die Autorin romanhaft dem geschichtlichen Ereignis der Vertreibung der Lutheraner aus dem katholischen Salzburg im Jahre 1732.

Neuer historischer Roman „Die Schriftstellerin“ – gemeint Maria Lenzen

Edelgard Moers legte Ende 2019 mit „Die Schriftstellerin“ einen neuen historischen Roman über die Dorstener Dichterin Maria Lenzen (1814 bis 1882) vor, über die Dr. Joseph Wiedenhöfer 1908 ein umfassendes Porträt ihres Schaffens aus seiner Sicht geschrieben hatte. „Das Bild, das Wiedenhöfer in die Welt gesetzt hat, möchte ich durchbrechen“, begründete Moers ihren Lenzen-Roman. Denn das Buch Wiederhöfers, so Edelgard Moers, „wird Maria Lenzen nicht gerecht!“ Ob man Edelgard Moers’ Einschätzung, Maria Lenzen würde heute als Bestseller-Autorin bezeichnet werden können, teilen kann, sei dahingestellt. Denn man kann heute wirklich nicht sagen, wie ihre Bücher heute verkauft würden. Denn nur Verkaufszahlen lassen eine solche Einschätzung zu. Schade auch, dass Edelgard Moers für ihr Buch (erschienen als „Book-on-Demand“) einen Titel wählte, den es schon als Roman (Stefanie Buchmeier „Die Schriftstellerin“) sowie den gleichlautenden Film „Die Schriftstellerin“ von Jörg Lehmann mit Verena Busche (2019) gibt.


Siehe auch:
Literaten, lebend

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