Illerhues, Gerda

Ihre Heimat-Erzählungen haben einen großen Leserkreis

1930 in Dorsten bis 2011 ebenda; Lehrerin und Schriftstellerin. – Die als Gerda Heselmann geborene Schriftstellerin schrieb über 600 Geschichten und Erzählungen, 300 Gedichte und dazu Romane. Ihre Themen sind ebenso vielfältig wie die Medien, in denen ein Teil davon veröffentlicht wurde: „Westfälischer Jägerbote“ und „Wild und Hund“. i-illerhues-gerdaMit 19 Jahren debütierte sie als Romanschriftstellerin und die „Dorstener Volkszeitung“ veröffentlichte Gedichte, später der Feldmann Verlag in Recklinghausen acht ihrer Romane. Agenturen nahmen sie unter Vertrag und vermittelten ihre Texte landesweit. Im Marler Rauten-Verlag erschien 1953 ihr Heimkehrer-Roman „Die verlorenen Fünf“, dessen Handlung im kriegszerstörten Dorsten stattfindet. Ein breites und nachhaltiges Leserpublikum hatte sie sich durch ihre Veröffentlichungen im „Vestischen Kalender“ und im „Heimatkalender für die Herrlichkeit Lembeck und Stadt Dorsten“ erschlossen; für beide Publikationen schrieb sie viele Jahrzehnte lang. Gerda Illerhues’ Naturschilderungen, Erzählungen aus der Heimat und Heimatgeschichten waren ihre Themen. Auf dem Hardtberg, wo ihre Familie seit sieben Generationen ansässig ist, fand sie die notwendige Ruhe für ihre schreibende Kreativität, auch wenn die Autobahn seit Jahrzehnten knapp daran vorbeiführte, und sie gar nicht glücklich darüber war. – Da ihr Vater bereits frühzeitig wieder aus der NSDAP ausgetreten war, wurde ihr der Besuch des Gymnasiums in Dorsten verwehrt, daher absolvierte sie die Höhere Handelsschule und wurde nach einer weiterführenden Ausbildung Lehrerin, zunächst an der Realschule der Ursulinen in Dorsten, dann an einer privaten Handelsschule in Marl, die sie 21 Jahre lang leitete. Ein Unfall zwang sie zur vorzeitigen Aufgabe des Lehrerberufs.


Siehe auch:
Literaten, verstorben

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