Heimatverein Lembeck

Er unterhält unterm Dach im Schloss ein gut bestücktes Heimatmuseum

Museschoppen am Heimathof Lembeck, Foto: JF

Er bildete sich aus dem 1922 gegründeten Verein für Orts- und Heimatkunde der Herrlichkeit, dem späteren Heimatbund, dessen Hauptaufgabe es war, den Heimatkalender herauszugeben. Die Mitglieder luden zu Heimatabenden ein und das Programm gestalteten Chöre, die Blaskapelle und die Schulen, gelegentlich auch das Mandolinenorchester. 1935 erlosch das Vereinsleben. Erst 1951 nahm neben dem Heimatbund auch der Heimatverein seine Tätigkeiten wieder auf, organisierte 1958 den ersten Nikolauszug in Lembeck, stellte 1963 über 20 Bänke auf und installierte ab 1979 zusammen mit der Feuerwehr die Weihnachtsbeleuchtung. Er richtete unterm weitläufigen Dach des Schlosses Lembeck ein bäuerliches Heimatmuseum ein, bepflanzte den Dorfkern mit Lindenbäumen und kümmerte sich um Kleingewässer und Feuchtbiotope. 1981 übernahm nach Auflösung des Ehrenmalausschusses der Heimatverein auch die Pflege des Ehrenmals, er dokumentierte alle 70 Wegkreuze und gab 1983 das Buch „Lembecker Geschichten“ heraus, ein Jahr später konnte er den neuen Herrlichkeitsbrunnen im Dorfkern einweihen. Neben vielen anderen Aktivitäten beteiligte sich der Heimatverein auch mit Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 1992, als die Gemeinde 975 Jahre, die Kirchengemeinde St. Laurentius 775 Jahre und das Wasserschloss in seiner heutigen Gestalt 300 Jahre alt wurden. 1995 errichtete der Verein das alte Backhaus neu.

Heimathof Lembeck

Am Krusenhof hat der Heimatverein historische Gebäude, die an anderer Stelle abgetragen wurden in einer liebevoll gestalteten Runde wiederaufbaut: ein kleines altes Backhaus, das restaurierte Hofkreuz, einen Brunnen, den Museschoppen und weiter Gebäude. Der Heimathof hat zum Tiermarkt geöffnet und veranstaltet auch regelmäßig eigene Aktionstage.


Quelle:
„Lembeck, Jubiläumsjahr 1992“, Lembeck 1992.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone