Entsorgungsbetrieb

Das frühere Stadtreinigungsamt ist ein eigenständiges Unternehmen

Bauhof; Foto: Holger Steffe

Der Bauhof – Entsorgungsbetrieb der Stadt; Foto: Holger Steffe

Mitte 2001 wurde das frühere Stadtreinigungsamt in Kooperation mit privaten Entsorgern aus der Verwaltung als Eigenbetrieb ausgegliedert und firmiert seither als Entsorgungs-Betrieb Stadt Dorsten (EBD). Allerdings bestimmt auch in dieser Organisationsform der Rat der Stadt Dorsten weiterhin die Geschäftspolitik. Diese ruht auf drei Säulen: Entsorgungs-Service für die privaten Haushalte, Dienstleistungen mit Komplett-Lösungen für die Kommune (Grünflächenpflege, Friedhofsbewirtschaftung, Gebäudereinigung und -verwaltung) und Dienstleistungen für Industrie, Gewerbe, Handwerk und Handel. 2007 erwirtschaftete der EBD einen Jahresüberschuss von 800.000 Euro. Der Betrieb verfügt über 50 Fahrzeuge und hat rund 80 Mitarbeiter (Stand 2007). Die strengen Winter 2008/09/10 haben zu höheren Ausgaben geführt. Positiv vermeldet der 2009 erschienene Halbjahresbericht die Reduzierung der Kraftstoffkosten durch Rückgang des Benzinpreises um 61.000 Euro. 1,6 Mio. Euro wurden investiert, wobei allein auf die Anschaffung neuer Fahrzeuge 1425 Euro entfielen (Stand: Oktober 2009). Jedes Jahr erscheint ein Abfallkalender mit Terminen und Informationen für die Bürger. Für das Jahr 2011 ist er in einer Auflage von 37.500 erschienen und im Stadtgebiet flächendeckend verteilt worden.

Frühzeitiger Wintereinbruch kostete viel Geld

Im Entsorgungsbetrieb der Stadt Dorsten sind 88 Mitarbeiter beschäftigt: Kraftfahrer, Kanalmeister, Chemie-Ingenieurin, kaufmännische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. 48 Fahrzeuge sind auf Dorstens Straßen unterwegs, die zusammen im Jahr 2010 genau 331.396 Liter Diesel verbrauchten. Jedes Jahr werden 2.000 neue Abfallbehälter angeschafft und täglich sammeln zwei Mitarbeiter 300 Kilo Abfall aus den Papierkörben im Stadtgebiet (siehe Duales System). Der frühe und anhaltende Wintereinbruch im Ende November 2010 ließ den erwarteten Gewinn des EBD für 2011 in Höhe von 235.000 Euro schrumpfen. Die Bilanz des Entsorgungsbetriebs für 2010 weist einen Verlust von 71.000 Euro aus. Dabei war ein Gewinn von 258.000 Euro vorgesehen. Ursache war der eisige Winter mit den verschneiten Straßen, die geräumt und gestreut werden mussten. Somit hatte sich das Jahresergebnis 2010 um 329.000 Euro verschlechtert. „In den Bereichen Abfallbeseitigung, Kanalreinigung und Sommerwartung der Straßenreinigung sind Gebührenüberschüsse in Höhe von rund 690.000 Euro entstanden. Sie sollen „in den nächsten Jahren an den Gebührenzahler zurückgegeben“ werden. 2015 machte der Entsorgungsbetrieb einen satten Gewinn in Höhe von 364.000 Euro – und damit 68.000 Euro mehr als geplant. Das lag vor allem am milden Winter, den gesunkenen Benzinpreisen und an Einsparungen von Personalkosten in Höhe von 250.000 Euro. Das lag zum einen an nicht besetzten Stellen und an Krankheitsausfällen. Bei der Abfallbeseitigung gab es einen Gebührenüberschuss in Höhe von 450.000 Euro. Von der SPD wurde gefordert, den Überschuss dieser Gebühren dem Gebührenzahler zurückzugeben, wie es auch vorgeschrieben ist. „Wir ziehen den Bürgern ansonsten das Geld aus der Tasche“, meinte SPD-Sprecher Wolfgang Koischwitz. Auch bei der Kanal- und Straßenreinigung gab es einen hohen Gebührenüberschuss, insgesamt 687.000 Euro. Dazu der Stadtkämmerer:  „In den nächsten vier Jahren soll er an die Bürger zurückgezahlt werden.“ Für 2016 ist die Tendenz der Überschüsse bereits Jahr erkennbar. Bis Mitte 2016 wurde ein Überschuss in Höhe von rund 106.000 Euroeienegenommen, geplant sind nur 70.000 Euro.

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